strassenleben

von berson aus der Kategorie Gedichte über Menschen
und wurde am 07.01.2011 um 18:15:00 eingetragen.

mal ist man hier, mal ist man da,
und schnell vergeht ein neues jahr,
dort wo man sich seit jahren kennt,
und ab und zu nach wänden sehnt.

doch wände gibt es nicht, zum glück,
bloß ab und an dann mal ein stück,
gedanken an ein anders leben,
doch was kanns für ein schönres geben?

der tag beginnt, ob man es mag,
oder auch nicht, denn jeder tag,
ist neu und niemand weiss,
ob er auch hilft, der alle fleiss.

man denkt nicht viel,
hat bloß ein ziel,
oder auch mehr,
für viele schwer.

für viele, die das gefühl nicht kennen,
und lieber rennen,
davonrennen würden,
doch es gibt sie nicht - die hürden.

die hürden, die sich andere machen,
und ab und zu auch drüber lachen,
wenn wir zeitungen verkaufen,
anstatt den ganzen tag zu saufen.

es gibt sie nicht, beschränkte sichten,
nur dort, wo wir uns danach richten,
bestimmten klischees zu gefallen,
doch wollen wir nicht - sollen die andren prahlen.

wir prahlen nicht mit dem, was wir machen,
prahlen nicht, mit unseren sachen,
denn diese sachen gibt es nicht,
den tag zu leben, ist die pflicht.

und pflicht ist wohl nicht immer qual,
am ende zählt nicht immer zahl,
es gibt auch kopf – zum glück,
und davon hab ich – zumindest ein stück.

in diesem stück, da obendrin,
ist einiges – ich bin,
auch bloß einer – und das was ich will, wollen viele,
bin auch bloß ein mensch, doch hab ich andere ziele.

und mein ziel ist nicht schlecht,
solang ich es hab, solang fühl ich mich echt,
mein ziel ist, zu leben,
und das allein, kann mir niemand anderer geben.


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