schwarz und doch weiß

von Lina Kalina aus der Kategorie Gedichte zum Nachdenken
und wurde am 12.11.2008 um 23:01:00 eingetragen.

Du suchst die Zwietracht, willst den Streit
gierst ständig nach dem Schlechten
Du treibst es heftig, treibst es weit
den Zorneskranz zu flechten.

Mit Vorsatz, Wille und Kalkül
begegnest Du dem Glücke
vernichtest Freude und Gefühl
reißt Harmonie in Stücke.

Du bist ein Ekel, bist ein Biest
Du störst der Menschen Frieden
Du fluchst auf alles was Du siehst
und wirst dafür gemieden.

Verbitterst wendest Du Dich ab
von Zweisamkeit und Liebe
Dein Bindungsdrang scheint äußerst knapp
und reduziert auf Triebe.

In Wahrheit aber bist Du zahm
hast Mitgefühl und Seele
Gewohnheit legt Dein Leben lahm
zerschneidet Deine Kehle.

Vergiftet stetig den Verstand
der Dir so scharf zueigen
Du hast die Wahrheit längst erkannt
und kannst dies doch nicht zeigen.

Tief in Dir drin - ein Herz aus Gold
und hoffnungsloses Streben
Dein Unglück ist von Dir gewollt
hast Dich ihm längst ergeben.

Zu gerne wärst Du endlich frei
von Deinen üblen Zwängen
es brach Dein Innerstes entzwei
durch eigenes Bedrängen.

Jetzt sitzt Du da, und weinst und sinnst
und tust dies doch vergebens
Du bist verzweifelt und entrinnst
den Freuden Deines Lebens.

Ich trete still an Dich heran
Du darfst Dich nicht verlieren
nimm bitte meine Liebe an
und lasse Dich kurieren.


Kommentare

Es gibt noch keinen Kommentar zu diesem Gedicht

Einen Kommentar schreiben!