moral
von odin aus der Kategorie Gedichte zum Nachdenken
und wurde am 24.09.2009 um 23:30:00 eingetragen.
sie macht das leben schwer
nie ausgebrochen, nur gefügt
erfroren das herz - die gefühle
gelebt nach der - moral
eingesperrt im dunklen wald
vermoost, vermodert, erkaltet
kein lächeln mehr, kein glänzen
gelebt nach der - moral
hab heute einen stern gesehen
durchs blätterdach, von meinem wald
doch schwere nebel haben ihn
mit der moral, ums licht gebracht
auch habe ich in jungen jahren
mir diesen wald, ja selbst gebaut
hab nicht gedacht, daß es so endet
hat die moral, mir zeit geraubt
jetzt greif ich nach dem stern
der glänzend, über mir steht
mein herz öffnet sein portal
befreit - scheiß auf - moral
@ odin
Kommentare
Es gibt 4 Kommentare zu diesem Gedicht
odin schrieb am 04.11.2009 um 20:18 Uhr folgenden Kommentar:
hallo peddagog - glaube du bist einer der wenigen die mich oder diese zeilen verstehen - danke.........odin
mittendrin schrieb am 01.10.2009 um 20:09 Uhr folgenden Kommentar:
hallo peddagog, es ist schon witzig, du suchst mich, na dann hast du mich soeben gefunden, habe zu dem gedicht von odin die andere sicht von der moral geschrieben, aber wieder entfernt, danke dass auch du diese zeilen klasse findest von odin
Peddagog schrieb am 01.10.2009 um 19:03 Uhr folgenden Kommentar:
Hallo Odin,
Klasse Thema. "Nie ausgebrochen, nur gefügt" so fühle ich mich auch oft. Ist es die Moral? Zum Teil: es ist einfach das Leben miteinander in Beruf, Ehe, Familie, Verein, unter Freunden. Man muss sich arrangieren, ob man will oder nicht. Daher ganz wichtig: kleine Fluchten. Habe übrigens kürzlich das gleiche Thema in einem Sonett verdichtet (siehe "Kein Kieselstein"). Deine so ehrliche letzte Zeile ("scheiß drauf")habe ich auch so ähnlich: Seelenverwandtschaft?
Gruß vom Peddagog
mittendrin schrieb am 25.09.2009 um 08:49 Uhr folgenden Kommentar:
es ist ein wunderbares gedicht und es unter gedichte zum nachdenken zu stellen eine verdammt kluge entscheidung, ja man sollte wirklich mal über die einstellung zum leben in sich gehn, moral - ist ja nicht schlecht doch wehe man bricht aus, dann bekommt man die ketten mit aller härte zu spüren, wer sie einmal zerbricht, wird über sie anders denken, lgr. mittendrin