mein Elternhaus

von odin aus der Kategorie Gedichte zum Nachdenken
und wurde am 21.10.2009 um 06:33:00 eingetragen.

stolz und trotzig, hast du dich behauptet
vor dem Verfall, der uns allen mal beschert
jahreland dem Sturm getrotzt
hast dich lange genug gewehrt

morsch das Dach, die Decken nass
gerissen deine dicken Wände
siehst mich aus blinden Fenstern an
gebrochen, deine Stärke

kann dir nicht helfen, möcht es gerne
doch fehlt dazu mir meine Kraft
allein, kann ich es nicht bewerkeln
verzeih, fehlt mir des Geldes - Macht

wo sind die Kinder, die du beschützt
in ihrer Jugendzeit, die dir nun helfen könnten
vor deinem Niedergang, doch keiner ist bereit
wollen nur noch erben

nun schlafe weiter liebes Haus,
ruhe sanft, verfalle weiter vor dich hin
wie die Eltern - die dich erbaut
und schon lange gestorben sind

mein liebes Elternhaus
brauch dich nicht länger fragen
schwindest mir unter der Hand dahin
bricht mir das Herz, muß es wohl ertragen

@ odin


Kommentare

Es gibt 3 Kommentare zu diesem Gedicht

odin schrieb am 04.11.2009 um 20:10 Uhr folgenden Kommentar:
danke euch beiden - aber wer liest heutzutage noch zwischen den zeilen, wir haben geschuftet, zerredet die zeit, kein interesse der jugend - und was bleibt ??? dank an euch ...........odin


mittendrin schrieb am 21.10.2009 um 09:30 Uhr folgenden Kommentar:
hallo odin, ja so ist es, genau so, wir müssen oft zuschauen wenn das elternhaus vieler menschen mit den jahren pröckelt und man den verschleiß nicht aufhalten kann, oft reicht die eigene kraft mit den jahren nicht mehr aus oder das geld feht um zu erhalten was einem wichtig wahr, es treibt einen die tränen in die augen, doch was ist mit uns menschen, sind wir nicht auch der zeit und ihren einflüssen ausgesetzt, ja , wenn wir alleine die kraft noch haben können wir dem verfall entgegen steuern, doch gelingt es nicht immer, es ist ein wunderbares gedicht und die menschen sollten auch mal zwischen den zeilen lesen, erst dann wissen und begreifen sie , wie beides schmerzt lgr. chris


Joneda schrieb am 21.10.2009 um 08:45 Uhr folgenden Kommentar:
So ist es mit den Dingen, an die wir unser Herz hängen, aber wichtig bleibt immer, was wir daraus machen, also , Kopf hoch ;-), aus den Möglichkeiten, vielleicht das mitzugeben, was wir in Glück und Freude erlebt haben, dann braucht man auch keinen Ort, dann lebt es im Herzen weiter :-) und in der Welt, im Morgen :-) Alles Liebe

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