Zwei goldene Ringe....

von Claudia Embacher aus der Kategorie Gedichte zum Nachdenken
und wurde am 05.11.2011 um 10:45:00 eingetragen.

Zwei Ringe aus Gold, die tauschten sie
aus mit Hoffnung auf Liebe für's Leben,
doch leise flog die Liebe hinaus,
und Ewigkeit wird's für sie nicht mehr geben!

Der Alltag, er kam und Einsamkeit
auch, zu zweit und doch so alleine,
ein bisschen Wehmut und Sehnsucht im Bauch,
erstickt manche Hoffnung im Keime!

Und eines Tags nahm den Ring sie dann
ab, denn er, er zog heute aus!
Er schnürte den Weg zur Freiheit ihr ab
und deswegen musste er raus!

Sie war nun allein und frei war ihr
Herz, sie holte die Ringe hervor,
und sie erinnerte sich auch mit Schmerz
an den Eid, den sie damals schwor!

Der Wille zur ewigen Liebe war da,
doch das Leben ging eigene Wege,
ihre Herzen waren sich längst nicht mehr nah,
ihre Liebe nicht länger ein Segen!

Zwei Ringe aus Gold tauschen vielen
noch aus, den Schwur für's Leben zu sagen,
doch oft ist die Liebe zu schwach,
reicht nicht aus, zwei Menschen ein Leben
zu tragen!

Drum prüfe Dein Herz,
ob es Ewigkeit kennt, bevor Du die
Ringe mal kaufst, denn wenn des
Lebens Zeit davon rennt, kann es sein,
dass die Haare Du raufst!

Es muss auch kein goldener Ring
immer sein, der zwei Herzen in Ewigkeit bindet,
viel schöner als sein glänzender Schein,
ist, wenn ein Herz das andere findet!

Und wenn es noch liebt in dunkelster Nacht
und sich um das andere kümmert,
und es behütet und es bewacht,
und Liebe in einer Träne noch schimmert,
so braucht man kein Gold, keinen Treueschwur,
um einander für's Leben zu binden,
es bedarf einer tiefen Liebe nur,
um sich immer wieder zu finden.

(CE, 05.11.2011)











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