Zivilcourage oder Der Tod des Dominik Brunner (50) in einem Münchener S Bahnhof

von Peddagog aus der Kategorie Gesellschaftskritisches
und wurde am 07.02.2010 um 14:37:00 eingetragen.

Vier Kinder fahren Zug - und das ist wahr,
Welch Gräuel in unserm Land geschehen kann:
Zwei Wegelagerer - kaum 18 Jahr
Erpressen Geld und drohen Schläge an.

Da erscheint unser Held und mischt sich ein,
Die zwei lassen ab, denn sie wissen schon:
Passanten sehn weg - der Kerl ist allein,
Der nächste Halt wird seine Endstation.

Sie prügeln ihn - um was zu erzielen?
In ihren Augen blitzt jetzt Mörderlust,
Mit einem Kopf kann man Fußball spielen,
Das macht Spaß und man vergisst seinen Frust.

Für seinen Mut erhielt Dominik nun
Das Bundesverdienstkreuz - leider posthum.



Peddagog, Feb. 2010


Kommentare

Es gibt 8 Kommentare zu diesem Gedicht

Letueb-Anirac schrieb am 10.04.2010 um 16:19 Uhr folgenden Kommentar:
Lieber Peddagog und alle anderen!!! Ich fand den Zwischenfall echt schlimm und dein Gedicht echt toll. Aber deshalb darf man nicht die ganze Jungend als agresiv und böswillig darstellen denn sowohl ich als auch viele andere gehören zur deutschen Jugend. Wir nehmen alle tiefste Anteilnahme mit den Angehörigen von Dominik Brunner und es stimmt dass ein großteil der heutigen Jugend weniger Respekt hat aber ich seh es nicht ein wenn jemand sagt dass gilt für die gesammte deutsche Jugend.


Joneda schrieb am 09.02.2010 um 06:41 Uhr folgenden Kommentar:
Macht nichts, Jolanda ist auch hübsch, gibt es auch ein schönes Lied dazu, ich hörte es eines Tages von einer kubanischen Comba :-) Liebe Grüße


Peddagog schrieb am 08.02.2010 um 08:25 Uhr folgenden Kommentar:
Hallo Joneda, Sorry wegen der Verhunzung deines Namens im letzten Kommentar. Bin noch nicht richtig wach. Gruß Pedda


Peddagog schrieb am 08.02.2010 um 08:21 Uhr folgenden Kommentar:
Hallo Chris, Odin, Jolanda, Danke für eure Kommentare. Härtere Gesetze, o.k., auch Jolanda hat recht mit ihrem mehr pädagogoschen Ansatz. Ich frage mich aber auch \"was ist schief gelaufen?\" Ich glaube sowas gab es früher (in meiner Jugend) nicht. Es gab noch Respekt von Kindern und Jugendlichen gegenüber den Erwachsenen und es gab z.B. auch eine Art Ehrenkodex, dass man einen am Boden liegenden nicht weiter schlägt, geschweige denn tritt. Wo ist das geblieben? Spannend finde ich also die Frage: was hat diese Verrohung einiger Jugendlicher initiiert? Dann hat man auch Ansätze zur Lösung. Ist es die Perspektivlosigkeit? Sind es Gewaltvideos? Das Internet? Eltern? Lehrer? Ich denke von allem etwas... es ist halt diese Gesellschaft, die sich gewandelt hat... und nicht immer zum Vorteil. Es grüßt euch ganz lieb der Peddagog.


Joneda schrieb am 08.02.2010 um 07:34 Uhr folgenden Kommentar:
Kennt ihr das Buch " Herr der Fliegen", das fiel mir spontan bei Eurer kleinen Diskussion ein. Ich bin der Meinung, den Jugendlichen fehlt es an Vorbildern, an Menschen, die sie bewundern können, an denen sie sich orientieren können, die ihnen vorleben, was gut und richtig ist und sie auch beschützen. Wer sollte sonst in der Lage sein aus ihrer Wildheit, die, wie schon psychologisch bewiesen, einen Suchtfaktor aufweist;- d. h., Gewalt auszuüben und dabei Erfolg zu haben, macht glücklich, verlangt nach mehr-; einen ethisch wertvoll denkenden und handelnden Menschen zu ziehen, der durch Selbstbeherrschung, Selbstbewusstsein seinen Weg im Leben und der Gesellschaft findet. Weiterhin fehlt ihnen auch meines Erachtens eine Gesellschaft, die sie fördert und das Beste aus ihnen herausholt, sie anerkennt und ihnen, jedem Einzelnen eine Chance gibt !!!


mittendrin schrieb am 07.02.2010 um 19:33 Uhr folgenden Kommentar:
hallo odin, er kann alleine garantiert nichts daran ändern, aber vielleicht schaffen es ganz viele die menschen zum nachdenken zu bringen und sich nicht so machtlos zu fühlen, gewalt ist keine lösung, doch immer wieder gibt es menschen die spontan handeln ohne sich über ihre tat im klaren zu sein, ihnen muß man einfach zeigen, bis hierher und nicht weiter und hier ist wahrlich der staat gefragt der härtere gesetze haben müßte, gegen solche straftäter die nach draußen klare zeichen setzen


odin schrieb am 07.02.2010 um 18:39 Uhr folgenden Kommentar:
hallo - meinst du, du könntest mit deinen zeilen etwas verändern ??? schade für deine gedanken - du wirst an dieser gewalt nichts ändern - sieh doch, es geht immer so weiter, fast jeden tag - hier ist unser staat gefragt, doch dieser schwächelt, feigheit vor dem feind - siehe afganistan - unsere soldaten sterben und dürfen sich nicht wehren - polizisten werden ermordet - wo bleibt die macht des staates ? meine worte sind : feigheit vor dem feind - armes deutschland....... es grüßt dich.................odin


mittendrin schrieb am 07.02.2010 um 18:14 Uhr folgenden Kommentar:
hallo peddagog, schön von dir wieder etwas zu lesen, wow, gut dass sich einer an solche problematik traut, wird zeit das auch andere mal sagen was sie von dieser tat halten, die ja wirklich geschah, hier in deutschland

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