Wiegenlied (meinen Enkelkindern gewidmet)
von Anette aus der Kategorie Songtext
und wurde am 28.06.2008 um 12:58:00 eingetragen.
Wiegenlied
In neblig’ graues Schweigen
hüllt sich der Mond heut Nacht,
als wolle er nicht zeigen,
wie man den Schlaf bewacht.
Von zartem Vlies verborgen,
bedeckt sein Angesicht,
erwartet er den Morgen
in mattem, gold’nen Licht.
Geformt zur feinen Sichel,
steht er am Himmel still,
schaut auf den kleinen Michel,
der noch nicht schlafen will.
Die Sterne winken müde
durch’s Schleierwolkenzelt
und blicken voller Güte,
herab auf unsre Welt.
Im großen Sterngetümmel
spricht jeder sein Gebet,
zu unsrem Gott im Himmel,
der über Welten steht.
Auch hegen sie die Bitte,
wie’s fromme Menschenkind:
„Herr bleib in unsrer Mitte,
dass wir geborgen sind“.
Ein Wiegenlied sie singen
dem kleinen Knaben, sacht.
Es wird ihn träumend bringen
durch's Dunkel dieser Nacht.
Der Tag ist eingeschlafen,
liegt nun in sel’ger Ruh
im fernen Himmelshafen,
drum schlaf mein Kind auch du.
Melodie und Klaviersatz in eigener Komposition.
Kommentare
Es gibt 3 Kommentare zu diesem Gedicht
Khalia schrieb am 21.02.2009 um 22:14 Uhr folgenden Kommentar:
Ich bin ganz hin und weg von diesen wunderschönen Worten. Sie klingen so rund und harmonisch und begleiten die Kinder sicher ganz sanft in den Schlaf. Würde meiner Tochter bestimmt auch gut gefallen... Super!
Kugelschreiber 35 schrieb am 28.12.2008 um 21:30 folgenden Kommentar:
Bester Liedtext den ich je gesehen habe. Weiter so.
Schimmelschnute schrieb am 13.10.2008 um 15:34 folgenden Kommentar:
Der Liedtext ist wirklich wahnsinnig schön und berührend!!
glückliche Enkel =)