Weihnachtszeit

von robert j. schneider aus der Kategorie Gedichte zu Anlässen

Weihnachtszeit

Draußen fallen leise Flocken,
fast schwerelos im Lichterflimmern,
der zarten ersten Dunkelheit
legen sich lautlos auf das Land,
und hüllen es in weißen Samt.
Friedlich scheinen Land und Leute
ein Hauch von Mystik treibt umher,
Weihnachtszeit und von Fern
leises Glockengeläute.

Und aller Schein scheint scheinhaft nur,
die Flocken sind nicht weiss
und unschuldsrein
sie wären, wenn sie könnten
rot und würden schrein
Die Friedlichkeit erstickt
im Flimmern von Bomben und Granaten
und mystisch treibt der Tod durchs Land
und wir haben uns selbst verbannt,
betäubt im Konsumrausch,
im Glitzern und im Gloria.
Der, der einst geboren wurde
irgendwo im Lauf der Zeit
und neue Wege ging, für uns
bis hin durch tiefstes Leid zum Tod am Kreuz
er leidet immer noch,
grämt sich enttäuscht im Schmerz
und wehe,
wehe wenn er in seinen Schmerzen schreit........

Draußen fallen Flocken
noch immer still und leise
bedecken Raum und Zeit
und tragen mich warm und weisse
in meine Kinderzeit,
für einen kurzen Augenblick,
für einen Wimpernschlag
macht sich Frieden in mir breit.


Kommentare

Es gibt noch keinen Kommentar zu diesem Gedicht

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu schreiben.