Was Menschen hinterlassen

von AlmaMarieSchneider aus der Kategorie Gedichte zum Nachdenken
und wurde am 15.02.2010 um 15:56:00 eingetragen.


Manches bleibt liegen
Wie die leeren Hallen
Dort schrie man
Schlagt sie tot
Ein Seidenkleid mintgrün
Unter Geröll vergraben

Die Nacht ist Nagellack
Kuss und Tanz
Mord und Tod

Matroschkas schöne Augen
Tragen ein gemaltes Königreich
In ihren purpurroten Tränen
Liegt Lug und Trug
Zankt sich Alt und Jung

Ein Nachahmungstier
Begraben und vergessen
Im Sandkleid der Zeit

Manches bleibt liegen
Füllt wieder Hallen
Mit weißen Augen
Kehren Zeit und Mensch zurück


Kommentare

Es gibt 2 Kommentare zu diesem Gedicht

Alma Marie Schneider schrieb am 16.02.2010 um 17:55 Uhr folgenden Kommentar:
Danke Peddagog für Deinen Kommentar. Die Hallen stehen für menschliche Bauwerke aller Art, Kirchen, Gerichte, Burgen, Gefängnisse usw. später werden ja oft Museen daraus. Die russischen Puppen stehen für das "eins kommt aus dem Anderen" für die Existenz, den Wünschen den Träumen und dem Handeln. Vom Leben und vergehen und vom zurückkommen in das Wissen und Denken späterer Generationen über Fundstücke, wie die Bauten, das Kleid usw. Sei herzlich gegrüßt Alma Marie


Peddagog schrieb am 16.02.2010 um 17:15 Uhr folgenden Kommentar:
Hallo AlmaMarie, Ein wundervollles, aber sau-schwieriges Gedicht. Ich kann die bedrohliche Stimmung nachempfinden. Irgendwie geht es um Tod (das wunderbare Bild des unter Geröll vergrabenen Seidenkleides erinnert mich gerade an Haiti) und auch die russischen Matroschka-Puppen sagen mir was, aber der Rest... großes Fragezeichen. Was sind das für Hallen und was hinterlassen Menschen nun? Kannst du mir Tips geben? Ich möchte es zu gern verstehen. Gruß vom Peddagog

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