Warum Papa

von Dornröschen72 aus der Kategorie Trauer
und wurde am 24.08.2009 um 21:14:00 eingetragen.

Mit leiser Stimme ruft sie an,
erklärt mir, was ich nicht fassen kann,
ich hör die Stimme, die mir sagt,
meines Papas Herz hat versagt.
Sie drückt mir tiefes Mitleid aus,
doch ich, ich bin längst nicht mehr "zu Haus".
Ich seh sein Gesicht und spür im Herzen die Not,
denn sie hat doch gesagt, mein Papa ist tot?

Ich beende das Gespräch auf übliche Weise,
und plötzlich ist es ringsum ganz ganz leise.
Das Herz pocht doll und schwer,
die Welt - sie dreht sich nicht mehr!
Es laufen die Tränen von ganz allein,
doch eigentlich möchte ich ganz laut nur schrein!
Warum nur hat er mich verlassen?
Warum mich als Waise zurückgelassen?
Ich weiß, Eltern müssen vor uns Kindern gehn,
aber war denn unsere Zeit nicht schön?
Sein Herz blieb einfach irgendwie stehn,
das ist der Grund für sein Gehn!

Warum, warum das frag ich nur,
das WARUM aufgefädelt, wie auf einer Schnur.
Kein Trost hilft, keine Geste befreit,
es ist mein großes Herzeleid.
Warum - das ist die falsche Frage.
warum - das ist die dümmste Klage!

Ich trag ihn fest in meinem Herzen,
ob mit oder ohne große Schmerzen.
Ich liebe ihn auch noch Jahre später,
war er doch für mich der Vater aller Väter!
Geliebt und geehrt hab ich ihn besessen,
ich werd ihn nie nienmals vergessen.


Kommentare

Es gibt einen Kommentar zu diesem Gedicht

Wort - los schrieb am 25.08.2009 um 17:47 Uhr folgenden Kommentar:
Alles verändert sich mit dem, der neben einem ist - oder neben einem fehlt, ich umarme einfach mal das Kind, lg Wort - los

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