Vergebung
von pillepalle aus der Kategorie Leben Lebenserfahrung
und wurde am 01.02.2010 um 22:32:00 eingetragen.
Ich vergebe dir Vater für all deine Grausamkeit die du mir angetan hast.
Meine Seele ist jetzt frei und fühlt keinen Hass.
Habe Jahre lang damit verbracht mich zu ändern und wollte verstehen
warum du so was getan hast.
Ich war doch so klein und wollte die Welt entdecken...
Freute mich, wenn du nach Hause kamst um dich anzubeten...
Du hast aber nicht viel übrig für mich gehabt.
War dir zu lästig, dümmlich, da hast du mich bestraft.
Die vielen Schläge und dein lautes Geschrei zerstörte meine Kinderseele...
Ich fühlte mich allein...
Die Tränen flossen über mein Gesicht, ich betellte um Gnade,
du brülltest wie verrückt und sperrtest mich in den Keller ein.
Ich soll nachdenken und du wirst verzeihen.
Ich war ja kein Verbrecher Vater, sondern ein kleines Kind,
wollte mit Freunden spielen und träumen so...im Wind,
mit dir philosophieren über die ganze Welt.
Du sahst mich nur als Last...so dumm und unperfekt...
Ein Taugenichts der alles verschüttelt und verschmutzt,Sachen verlegt und seine Nase nicht anständig putzt.
Kein gutes Wort,kein Lob, kein Lächeln kam von dir...
Ich wollte so gern sterben doch irgendwas in mir...
hielt mich davon ab...
In meinem Traum baute ich meine Welt...
Ich war ein Held...vom bösen König eingesperrt und eines Tages kam ich frei...
Der Sieg war mein!
Weit weg von dir und von daheim trat ich in mein neues Leben ein.
Doch das Erlebte ließ nicht los...
Meine Wut war groß und ich verdammte dich:
,,In Qualen sollst du sterben, verrückt vor Angst und Not!
Im Feuer sollst du brennen...ewig nach deinem Tod
und tausend Mal so leiden wie ich gelitten hab...
Du grausame Bestie!Du grausamer Tyrann!``
So vergingen viele Jahre...kalt und schwer...
Der Hass fraß mein Leben, verbitterte mich sehr...
Ich war nur noch ein Schatten...doch wollte keiner sein...
Und dann...kam die Erleuchtung...
Bin ich eigentlich nicht frei?
Ich kann selbst entscheiden über mein Glück und Leid.
Ich kann mir Frieden schenken so wird mein Geist befreit.
Gedanken fingen langsam an in meinem Kopf zu schweben...
Vergebe deine Fehler und fange an zu leben!
Kommentare
Es gibt 3 Kommentare zu diesem Gedicht
mittendrin schrieb am 02.02.2010 um 21:26 Uhr folgenden Kommentar:
gut gesagt, so ist es auch ganz oft bei mir und die menschen wundern sich dann immer woher ich sie kenne, dabei waren mir in diesen momenten als ich es geschrieben habe ganz andere menschen begegnet, manchmal ist es aber auch die nackte realität, die einen am tag begegnet, erlebnisse um mich herum, die mich beflügeln sie als thema anzufassen, auch den tod, sogar dann wenn er in der eigenen verwandschaft(auch familie zuschlägt) so kann ich selbst besser damit umgehen und anderen helfen sich mit diesem thema auseinander zu setzen, es als teil des lebens anzunehmen, klar manchmal braucht es länger um zu begreifen, doch wie oft hat man schon ganz lieb danke dafür gesagt, dass es mich gibt
pillepalle schrieb am 02.02.2010 um 21:19 Uhr folgenden Kommentar:
Hallo mittendrin...ich bin auch weiblich...was ich schreibe ist nicht unbedingt etwas das ich erlebt habe sondern dinge die mir gerade einfallen bzw. die ich höre...sachen die mich zum nachdenken bringen...ich hoffe durch meine gedichte auch andere zum nachdenken zu eregen...wenn ich über den krieg schreibe...heißt es z.B. nicht das ich dort wirklich war...danke f. dein kommentar...
mittendrin schrieb am 02.02.2010 um 10:11 Uhr folgenden Kommentar:
wer bist du, dass du solche zeilen schreibst, ein mann oder doch eine frau? habe schon so oft hier auf manchen seiten texte mit solchen inhalten gelesen und wenn ich meine hand ausstreckte wurde zugegriffen, ich finde es wunderbar, dass du dich befreit hast von all der last , der qual, immer wieder geschehen solche dinge, verdammt noch mal, die kleinen wesen können sich nicht wehren, wollen doch nur liebe und dazu gehören