U n t r ö s t l i c h
von Mabel aus der Kategorie Gedichte zum Nachdenken
und wurde am 28.06.2008 um 16:08:00 eingetragen.
Die Marinade Sehnsucht
erscheint wie ein Rezept
das man bloß überliefert
durch die Leere schleppt…
Einzelheiten wissend
an Methoden irritiert
weiß man schon vorab
wie sich die Lust verliert…
An diesem Grün auf ewig
das keinen Guss verträgt
sich immer wieder ätzend
in den Ausschuss schlägt…
An Ehrlichkeit bescheiden
im Überspannen blind
formen Mechanismen
ein schnell enttäuschtes Kind…
Das bloß spielen wollte
und gelangweilt fragt
hast du mir, nicht so was
wie Liebe zugesagt…
Wo ist sie denn geblieben
sofern es sie mal gab
ich kann mich nicht erinnern
dass ich sie besessen hab…
War sie nur Erscheinung
die, durch die Wand verschwand
als ich danach gegriffen
und überhaupt nichts fand…
Es schwebten nur Gedanken
sinnlos hinterher
von denen man untröstlich
hintergangen wär…
Wenn nicht die Vernunft
noch an die Stelle tritt
wo man dieses Band
endgültig zerschnitt…
Das zu fesseln wusste
ohne logischen Grund
man wähnte sich besessen
begehrte bald den Schwund…
© Mabel Poercy