Traumboy

von fleur aus der Kategorie Gedichte über Menschen
und wurde am 04.07.2009 um 15:04:00 eingetragen.

Dunkle Augen, braun gelockte Haare
und ein feines Lächeln um den Mund,
Traumboy, bist grad achtzehn Jahre,
süße achtzehn Jahre jung!

In der Schule bist du spitze,
alles fliegt dir nur so zu
und den Mädels lassen deine Witze
einfach keine Ruh.

Wenn du zur Gitarre greifst,
schmachten sie dich alle an,,
wenn du singst dann auch noch live,
machen sie sich an dich ran

Genieße, Traumboy, deine Jugend,
weißt nicht, was dir später blüht,
den Absturz nicht vom Pfad der Tugend,
nicht, wie vergiftet dein Gemüt.

Nicht, dass das Gluckern einer Wodkaflasche
dir mal mehr bedeutet, als Gitarrenklang,
weißt nicht, dass du siebenmal die Asche
sein wirst – und vielleicht ein Leben lang.

Doch du wirst die Kurve schließlich kriegen,
springst noch mal ganz neu in’s Leben rein,
wirst den Teufel Alkohol besiegen,
und dann bist du wieder heller Schein.

Nimmst, wenn einst vergangen viele Jahre,
dieses Jugendbild noch mal zur Hand,
ausgefallen sind die meisten Haare,
doch geschärft ist dein Verstand.

Und du denkst an dein verfloss’nes Leben.
und auch an die Mädels, an die Frau’n,
an die Gitarre, die dir viel gegeben,
und es hat gelohnt, nicht in den Sack zu haun!

AUCH HEUTE NOCH kann ich den Traumboy sehen
in deinem seelenvollen Blick
und dich als ganz besonderen Mann verstehen.
Und find nur schwer in’s eigne Herz zurück.



Kommentare

Es gibt 5 Kommentare zu diesem Gedicht

Wort - los schrieb am 22.07.2009 um 21:27 Uhr folgenden Kommentar:
kann verstehen deinen Schmerz, hab ich auch erlebt , ist kein Scherz, doch erstarken kannst nur du alleine, genieß die Erinnerung alles andere ist seine, Mitleid ist so sehr gewünscht, aber fehl am Platze sind, er ist nicht so geboren , hat es nicht gewollt, trotzdem liegt es in den Ohren , keiner hat ihn SO gerollt, helfen kann er nur sich selbst, obs halten wird sei dahingestellt,schöne Stunden ohne Scheu, das ist was er nicht bereu, wünsch ihm Kraft und Gut gelingen, es gibt so viel Schönes noch zu besinnen, lg Wort -los


fleur schrieb am 22.07.2009 um 20:35 Uhr folgenden Kommentar:
Hallo Wort - los, ja, hinter der vierten Strophe lag der Lebensknick, den man ihm heute übrigens nicht mehr anmerkt. Aber es hat ihn voll aus der Bahn geworfen. Als ich ihn auf dem Jugendfoto mit den Schmachtlocken und der Gitarre sah, ging mir das schon sehr nah. LG. fleur.


Wort - los schrieb am 22.07.2009 um 20:23 Uhr folgenden Kommentar:
hui die ersten 4 Strophen passten zu einem Andern, ihm zu Ehren würd ich wandern von einem Konzert zum andern, doch dann der Griff zu Flaschen ? die nächsten Strophen mich erblassen, schönes Thema sollt es sein, nun trink ich nicht mal mehr Wein, lg Wort - los


fleur schrieb am 04.07.2009 um 18:14 Uhr folgenden Kommentar:
Danke Chris, für deine lobenden Worte. Ich wurde zu diesem Gedicht durch das Jugendfoto eines Bekannte inspiriert, der es schließlich geschafft hat, trocken zu werden. Aber ob er es auch immer bleiben wird, weiß man erst am seinem letzten Lebenstag. LG fleur


christa krüger schrieb am 04.07.2009 um 17:18 Uhr folgenden Kommentar:
hallo fleur, danke für dieses tiefgreifend wertvolle gedicht,viel zu viele verfallen diesem Teufel, ich finde es ist noch immer ein tabuthema und sollte viel öfter auf so eine plattform, wäre gut, wenn die, die es geschafft haben sich mal dichterisch zu wort melden um zu zeigen wie gefährlich es werden kann, danke schon jetzt für euren mut, ihr müßt ja nicht euren namen nehmen chris

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