Tag für Tag

von Einzelkämpfer aus der Kategorie Gesellschaftskritisches
und wurde am 28.12.2010 um 17:17:00 eingetragen.

Ein Mann geht fort, wie immer.
Er macht sich auf den Weg,
in frühen Tages Schimmer,
obgleich er’s nicht versteht.

Ein Fuß vor den andern,
so macht er es erneut,
tagein, tagaus am Wandern,
er hat es schon bereut.

Dann setzt er sich hernieder,
so ist es ihm bestimmt,
so macht er’s immer wieder,
und niemals Rast er nimmt.

Stumpf und leer lebt er dahin,
tut was man ihm befiehlt,
und doch findet er keinen Sinn,
was ihm das Leben stiehlt.

Ein Mann kehrt heim, wie immer.
Matt schließt er die Augen.
Und täglich wird es schlimmer,
scheint ihm die Seel‘ zu rauben.

Dann legt er sich, voll Sorgen,
zum Schlaf, und was ihm bleibt,
ist bloß der nächste Morgen,
der in den Wahn ihn treibt.


Kommentare

Es gibt 2 Kommentare zu diesem Gedicht

Einzelkämpfer schrieb am 28.12.2010 um 21:33 Uhr folgenden Kommentar:
Danke, danke! Freut mich, dass ich dich unterhalten kann :)


Billie Jean schrieb am 28.12.2010 um 20:59 Uhr folgenden Kommentar:
ich bin totaler fan deiner gedichte! (obwohl ich nie was von gedichten gehalten habe) Jetzt LIEBE ich Gedichte!

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