Survival
von Joneda aus der Kategorie Freiheitsgedichte
und wurde am 24.06.2011 um 09:18:00 eingetragen.
Die Zunge schnitten sie aus seinem Mund
und die Hände, die weichen,
formten sie zu Klötzen,
nur die Seele ließen sie frei
über den Himmel schweben.
So kam er nach Hause,
in eine Zuflucht voller Wärme und Freiheit,
doch den Schlüssel behielten sie
und wann immer sie wollen,
kommen sie wieder.
Survival, geweint habe ich,
doch sehe ich Dein kleines Kind spielen
und ich weiß, fühle, denke,
das ist das Wichtigste im Leben.
Kommentare
Es gibt einen Kommentar zu diesem Gedicht
Peddagog schrieb am 30.06.2011 um 13:41 Uhr folgenden Kommentar:
Hi Joneda,
Puuh - ziemlich schwere Kost, aber ich mag das. Man muss sich durch veile deiner Werke richtig durcharbeiten.
Die starken Bilder der ersten Strophe sind so richtig nach meinem Geschmack!
Diese erste Strophe ist seit längerer Zeit das beste was ich in Strophenform gelesen habe - ehrlich!
Kleine Anmerkung: muss es in der 4. Zeile nicht "Dem Himmel" heißen?
Aber nun hilf mir mal bei der Interpretation:
wer ist "sie" - die feindlichen Mitmenschen?
Englisch "survival" = überlebenes ums Überleben in einer feindlichen Umwelt? Zuflucht nur vorübergehend zu Hause - Hoffnung ja - aber erst in der zukünftigen Generation (Kinder)? Oder leige ich ganz falsch?
Gruß vom Peddagog