Spiegelscherben

von Anny aus der Kategorie Seelenschmerz
und wurde am 23.10.2011 um 14:41:00 eingetragen.

Es ist eine Qual,
jedesmal,
wenn ich in den Spiegel sehe,
seh ich wie in Scherben,
wie ich als eins zu vielen Gesichtern gehe.

Und jede Scherbe ist ein Individuum,
ein vieles meiener selbst,
ich sehe und begreife,
du wirst nur mehr je öfter du zerschellst.

Es lastet schon so sehr,
Schmerzen die das Licht bricht,
das ich mich dreh und immer mehr,
wünscht ich hät einandres Gesicht.

Ich male auf dem Spiegel,
mit knallend bunten Farben,
male neuere Figuren,
und verklebe alte Narben.

Doch alles was vergänglich ist,
wird es auch leider bleiben,
weil Witterung die Farbe frisst,
muss ich doch weiter leiden.

Wann wird es ein Ende nehm,
wir bald mein Spiegel fallen?
Wann wird mich jemand ganz verstehn,
ohne gleich wieder zu gehn?


Kommentare

Es gibt einen Kommentar zu diesem Gedicht

Sel schrieb am 24.10.2011 um 14:32 Uhr folgenden Kommentar:
*Daumen hoch^^

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