Sommerwindtraum2

von Walahfried Strabo aus der Kategorie Sonstige Gedichte

Hallo,
selbst auf die Gefahr hin das Ihr mich steinigt, stell ich mal ne Kurzgeschichte hier rein viele Spass beim lesen.



Sommerwindtraum

Schon seit vielen Jahren sitze ich jeden Abend hier in diesem Zimmer, das wohl eher einer Bibliothek denn einem Wohnraum gleicht. Jedoch ich habe diesen Bequemen Ledersessel einen gemütlich wirkenden Perserteppich aus dem fernen Orient und einen Tisch auf dem all die von mir benötigten Utensilien platz finden.
Die Wände oder, um genau zu sein drei der Wände sind bis oben an mit Bücherregalen geschmückt.
Fragen Sie erst gar nicht! Ja ich habe sie alle gelesen und die meisten von ihnen sogar mehrfach. Eine kleinere Auswahl von so etwa 175 Büchern nennen wir sie einmal meine Lieblingsbücher habe ich so oft gelesen, das ich es nicht einmal mehr zählen kann.
Das Fenster ist geöffnet und der wind trägt einen Duft von Lavendel mit sich ! Richtig geraten ich befinde mich in der Provance jenem Herrlichen Gebiet in Frankreich, das mich als kleiner Junge schon immer faszinierte.
Über meine Person braucht nicht viel gesagt zu werden. Ich bin alt und Grau meine Haut ist faltig und meine Augen schauen Müde drein, sie sind heute wieder etwas gerötet. Tja das alten hält man eben nicht auf. Vielleicht muss ich bald schon gehen. Aber sorgen Sie sich bloß nicht um mich ich habe keine Angst vor dem Tod.
Mein einziges Anliegen das ich noch habe ist es Ihnen das Schreiben schmackhaft zu machen. Geschriebene Worte ja das ist es Wohl wofür ich gelebt habe. Und ich habe für meinen Sommerwindtraum gelebt. Ja das habe ich wahrlich !
Aber ich will Sie nicht über Gebühr aufhalten und Sie können, wenn sie gleich aufgehört haben zu lesen, ganz schnell meine Person vergessen, sie können den Tisch vergessen, den Teppich, auch den Lavendel Duft und sie können den bequemen Sessel vergessen.
Den werden sie sich eh erst in vielen Jahren verdient haben, wenn Sie fleißig genug geschrieben haben. Warum? Ach Sie fragen auch noch warum Sie schreiben sollen……… Muss ich denn erst wieder all die Tausend guten gründe für das Schreiben mühevoll herunter beten? Nein das habe ich wahrlich oft genug getan und außerdem sollten sie mittlerweile alt genug sein den Sinn selber zu erkennen. Hören sie mir einfach zu und wenn es Sie berührt, dann wissen Sie wozu und wofür Sie schreiben sollen.
So noch schnell ein Glas Wasser ein geschüttet, und das Fenster muss ich auch noch schließen es wird langsam immer früher frisch an diesen Herbstabenden. Immer dieses viele Trinken aber mein Arzt sagt es müsse sein. Na ja das interessiert sie eh nicht. Einen Satz vielleicht noch vorweg, ich kann es halt eben doch nicht lassen kleine schwäche von mir. Das Schreiben dient dazu um Menschen wie ihnen ihre verkrusteten Seelen wieder weich zu klopfen.
So genug geredet Ich will es noch dieses eine mal tun, noch einmal die Geschichte vom Sommerwindtraum erzählen.
Die herunter hängenden enden des Tischtuches wehten spielerisch lauen Sommerwind umher. Einzig einige aus dünnem Blech gebogene klammern hielten es auf dem weiß lackierten Gartentisch, der aus Eisen und Holz bestand fest. Auf dem Tisch stand ein Glas Limonade und eine Karte lag auf ihm, auf der die Getränke verzeichnet wahren.
Ein großer weiser Kiesel dessen Oberfläche im Sonnenlicht schimmerte, sicherte sie vor dem weg fliegen. In dem Kleinen Café und im besonderen auf dieser herrlichen Terrasse wahr nicht viel Publikumsverkehr in diesem Spätsommer. Einige Gäste saßen am Eingang zum Café. Am weißen Lacktisch saß eine Frau, die Füße hatte sie übereinander geschlagen auf einen zweiten Stuhl gelegt. Ihr Blick wahr in einem Buch das über das Schicksal versunken.
Die Terrasse des Cafe`s bestand aus einem von einer hüfthoen Bruchsteinmauer befriedeten Fläche, die mit kleinen schneeweißen Kieseln ausgelegt wahr. Die Sitzgruppe bestand aus weiß lackierten Gartenmöbeln, die dank ihrer stabilen Ausführung schon viele Jahrzehnte überdauert hatten. Alle zwei Jahre erhielten sie einen neuen Anstrich. In der Mitte der Anlage wahr eine Herrliche Statue aus weißem Italienischem Marmor aufgestellt deren Füße in einer Brunnen schale ruhten . In den Händen hielt Sie einen Krug as dem unaufhörlich Wasser quoll, das sich in der schale sammelte um seine reise erneut anzutreten.
Auf der Bruchsteinmauer wahren im Abstand von 10 Metern steinerne Blumen Kübel aufgestellt, die in früheren Zeiten wohl einmal als Futtertröge im der Landwirtschaft gedient hatten.
Die Bepflanzung bestand aus duftenden Kräutern und Spätsommerblumen.
Die junge Frau, mit dem Pagenschnitt blätterte eine Seite um und trank einen Schluck der mit Eiswürfeln gekühlten Limonade.
Sie wahr die Tochter des Hauses einen Sohn hatten ihre Eltern nie bekommen, sie würde den Gastronomie betrieb einmal übernehmen.
Am liebsten saß sie im Garten wen gerade Zeit dafür wahr denn es gab oft viel zu tun, selbst im Winter kamen viele ihrer Stammgäste hier her.
Von Zeit zu zeit ließ Sie das Buch sinken und blickte auf das Meer hinaus, das von diesem Hochplato auf dem das Café lag herrlich anzusehen wahr. Ein schier unendliches Farbenspiel aus blau und Grün tönen erfreute ihre Seele immer wieder.
Das Haar der Jungen Frau wahr so schwarz wie das Gefieder eines Raben ihre Haut hingegen erinnerte eher an die Farbe des Schnees. Ihre Lippen hatten einen so herrlichen Farbton, das ich ihn nicht zu beschreiben wage. Ihr Übriges Erscheinungsbild wahr so herrlich anzusehen als sei sie ein Überbleibsel aus dem Paradies.
Doch „was ist Schönheit“ dachte sie oft, eine Laune der Natur.

Der Junge Mann hatte sich an dem alten rostigen Radkreuz einen Finger verletzt, er wand ein Stofftaschentuch herum um die Blutung zu stoppen, es gelang ihm jedoch nicht sonderlich gut da der metallene Dorn tief eingedrungen wahr und es ihm schmerzen bereitete wen er das Tuch zu feste darauf presste.

In dem Buch über das Schicksal stand, das man neue Wege gehen solle, ungewöhnliche Wege, das man tun soll,was man vorher sonst nie getan hatte.
Kurzentschlossen legte die junge Frau das Buch zur Seite, trank einen Schluck Limonade und schritt durch das weiße Holztor hinaus auf die Straße.
Sie ging heute nicht Dorf einwärts, sondern Dorf auswärts, sie ging nicht der Sonne entgegen sondern ließ sich von ihr den nacken wärmen. Sie lief nicht in ihren Schuhen sondern Barfuß, sie scheute sich nicht, wie sonst Fremde Leute auf offener Straße anzusprechen, also sprach sie einen Jungen Mann an der auf einem kaputten Autoreifen saß. Sicher, er wahr nicht gerade hübsch, er hatte nicht diesen gestählten Adonis Körper von dem die Frauen sonst träumen er hatte nicht diese strahlend blauen Augen er hatte nicht riesige Muskelpakete um seine Oberarme herum angelegt. Er wahr nicht hochgewachsen und braun gebrannt.
Er wahr viel mehr klein, hatte einen nicht zu übersehenden Bauch Haare dessen Farbe man nicht richtig definieren konnte und sein Gesicht trug unter dem rechten Auge eine unschöne Narbe.
Aber dachte sie bei sich „was ist schon Schönheit“, eine Laune der Natur.
Bereits nach wenigen Worten hatte sie sich zu ihm gesetzt und sie redeten so vertraut als würden sie sich schon sehr lange kennen. Sie redeten und redeten, über alles worüber junge Leute eben so reden und je länger sie redeten um so wärmer wurden ihre Herzen.
Nach einer weile bemerkte sie das Taschentuch sie erkannte es an einem roten Zipfel der aus seiner Jackentasche ragte, in dem seine Hand geruht hatte. Es wahr ihm wohl peinlich gewesen die dumme Verletzung zuzugeben, warum auch immer. Sie zog seine Hand auf ihren schoß und begann das Tuch abzuwickeln, dann schaute sie sich die Wunde die immer noch leicht blutete genau an. Sie entdeckte einen kleinen spitzen Metallsplitter und entfernte ihn vorsichtig.
Dann wand sie ihr eigenes sauberes Taschentuch herum und hielt ihre Hand fest herum geschlossen.
Sie blickte in seine Augen und sprach, gleich ist es wieder gut, dann küsste sie die spitze des Fingers und ein Bluts tropfen blieb an ihren Lippen hängen, doch bevor sie ihn mit ihn mit der zunge aufnehmen konnte was ihm ihre tiefe Zuneigung vermitteln sollte, kreuzte ihr Blick den Außenspiegel des Wagens.
Die Farbe des roten Lebens Elexieres wahr identisch mit der ihrer Lippen, sie verschmolzen förmlich ineinander und nur die tropfen Form und der etwas andersartige Glanz von frischer Flüssigkeit, verhalf ihr dazu den tropfen überhaupt wahrzunehmen.
Sie sprach in ruhigem zärtlichen Ton zu ihm, „ wenn sich die Farben der Liebe so ähneln, dann komm und lass uns ihn zusammen träumen diesen Sommerwindtraum “. Er lächelte so wie er noch nie zuvor im leben gelächelt hatte.

Wir haben seit diesem Tag nie mehr aufgehört ihn zu träumen, unseren Sommerwindtraum.
Ach kommen sie doch noch kurz mit zum Fenster, bitte. Sehen sie, dort unten liegt sie begraben, und ich werde bald an ihrer Seite liegen. Ich bin alt und heute fragt keiner mehr nach meinem aussehen. Früher da sagten sie alle ich sei hässlich, aber ihr hatte es nie etwas ausgemacht. Wenn so etwas geschieht, wenn unsere Herzen solche Äußerlichkeiten überwinden, dann ist das ein Sommerwindtraum.
So nun gehen sie ich bin alt und müde außerdem muss ich mich ruhen. Ach und vergessen sie nicht, das auch sie ein Sommerwindtraum Träger werden. Es ist ganz einfach, lieben sie und..... vergessen sie bloß nicht es aufzuschreiben.


Kommentare

Es gibt einen Kommentar zu diesem Gedicht

Marie-Luise schrieb am 30.07.2008 um 08:43 Uhr folgenden Kommentar:
Einfach nur wunderschön ich habe eine richtige Gänsehaut bekommen danke für die wunderbare Geschichte über Liebe wie sie sein kann aber leider sehr selten ist.......Liebe Grüße von Marie-Luise

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