Sehnsucht nach dem Wind

von Gregor Edmund Stahnke aus der Kategorie Verzweiflung
und wurde am 09.05.2011 um 22:50:00 eingetragen.

Nie wollte ich verzagen,
stets nur nach vorne sehen.
Viele Unwetter habe ich überstanden.
Doch dann kam das Beben,
das die Mauern meiner Seele zu Ruinen brach.
Hinter dem Horizont versank die Sonne.
Sie ging nicht mehr auf.
Der Schmerz zerfraß die Ruinen
und hinterließ ein Trümmerfeld.
Immerwährende Nacht zog ein, Kälte und Finsternis.
Die Zeit marterte und aus den Trümmern wurde Staub.
Das Licht kehrte nicht zurück.
Stille, einsame Leere.
Ich wünsche mir den Wind, der den Staub fortträgt
und nichts hinterlässt.
Wann hört es auf?
Die Vorstellung gebar unendliche Müdigkeit.
Lass den Vorhang fallen!
Ich habe Sehnsucht nach dem Wind.


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