Ode an den Tag

von Baer aus der Kategorie Ode
und wurde am 13.10.2008 um 14:48:00 eingetragen.

Nasses Graß den Hügel deckt
Fühl’ wie Tau die Halme streicht
Wie’s die Wies’ am Morgen nässt
Und die schönste Ros’ erreicht

Die weichen Klänge auf Gestein
Hör’ wie leicht das Wasser fällt
Wie’s glänzt und rauscht zur Mittagszeit
Und sich der Dürre stellt

Das goldne Meer auf weitem Felde
Sieh wie’s sich dem Winde beugt
Wie’s tanzt und strahlt im Abendrot
Und Demut unsrer Sonne zeugt

Der helle Stern auf dunklen Zelt
Spür’ wie er durch Wolken bricht
Wie schön sein Licht die Nacht erhellt
Und sich durch Äste flicht

Das Herz zu jedem Raum und Zeit
Schmeckt Bitterkeit voll Überdruss
Wie traurig ist’s den ganze Tag
Weil’s heut allein sein muss


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