Novembermorgen
von Engelchen aus der Kategorie Zeit
und wurde am 19.11.2010 um 21:12:00 eingetragen.
Leise schiebt das Morgenlicht, die ersten zarten Strahlen
durch die Fensterscheiben.
Ich schau hinaus und sehe schattenhaft,
wie starke Äste an den Bäumen,
sich mit dem Wind zu Boden neigen.
Die letzten bunten Blätter, wehen durch die kalte Luft,
verloren scheint, ihr ach so süßer Sommerduft.
War´s nicht erst Gestern, als sie ihre jungen Triebe,
sanft in einen Frühlingshimmel schoben?
Nun hat der trübe ,kalte Herbst, die graue und so triste,
Novemberfaust erhoben.
Kein Vogelzwitschern weit und breit, das mir mein müdes Herz erhellt.
Es scheint als hätte jemand, mit dem verlornen Sommer, ihr Singen
abbestellt.
Im fahlen Morgengrau, seh ich am Rosenstrauch, die letzte Rose, zart und klein, bedeckt mit Perlentau.
In ihren vielen kleinen Zweigen, tanzt eine Spinne,
auf ihrem wundersamen Netz, einen schaurig schönen Reigen.
Der Nebel dieses jungen Tages, beginnt ganz langsam zu verblassen,
ein sachtes Treiben regt sich auf den regennassen Straßen.
Doch plötzlich wacht ganz unbemerkt die Sonne auf, schickt ihre Strahlen in mein Herz,
vergessen der Novemberschmerz.