Neulich auf dem Brett
von Anton aus der Kategorie Gedichte zum Nachdenken
und wurde am 05.07.2010 um 21:53:00 eingetragen.
Die Burg auf Bergen einst so schön,
begrenzt durch Mauern, festgeschmiedet,
auf des Hades dunklen Boden,
empor sich schwarze Türme winden.
Schutzlos vor den hohen Toren,
eine Schar von Leuten werkelt,
täglich Angst vorm Hungertode,
die Bauern verlebte Ernte schälen.
Im Stall die Aufruh, Pferde trampeln,
der Tiere Sinne nie zu trügen,
Ecklig, stinkend Nüstern rümpfend,
verbranntes Fleisch den Pein verkünden.
In des Waldes dunklen Schatten,
von falscher Sicherheit umhüllt,
schnelle Schritte, hastig, eilend,
der Läufer die schlechte Kunde bringt.
Unantastbar, fein und eitel,
tönen durch den Saal die Schritte.
Die Dame stolz an wenn sie wüsste,
das der Tod sie nicht berührte.
Nur im Kronsaal herrscht noch Friede,
der König eingeschlossen in den Hallen,
sein Volk geschickt in vorderst Reihen,
als Feigling wird er ängstlich Fallen.
Ein grausam Spiel mit Leid und Sterben.
Strategisch vorwärts Feld um Feld.
Des Teufels Klauen, Seelen erntend.
Wer verlässt zu früh die Welt?