Musenkuss
von Martin aus der Kategorie Magische Momente
und wurde am 21.09.2011 um 18:40:00 eingetragen.
Ich hatte Dich gerade noch bei mir.
Deine Wärme, Dein Atem waren so nah.
Dein Licht füllte alle Räume hier,
Mit dir war Alles für mich so klar.
~zuvor~
Flackernde Helligkeit überflutet das Gehirn,
Ein Kaleidoskop mit tausenden Farben.
Heilend, sanft, Harmonie hinter meiner Stirn
Es verschwinden Ratlosigkeit und Grübelnarben.
Wie ein offenes Tor zur schönsten Frühlingswiese,
Weite Horizonte hinaus hinter jede Endlichkeit.
Ich fühle mich schon wie ein Gedankenriese,
Nichts Unscharfes, kein Hindernis - es gibt keine Zeit.
Ich beginne das Unbekannte zu erkunden,
Das Absolute, Unlösbare zu kombinieren,
Als brenne das Gedankenfeuer schon seit Stunden,
Doch habe Angst, dieses Lodern zu verlieren.
Mit der Angst wurde Kälte in mir geboren,
Gebündelt zu einem Strahl aus Eis.
Jeder Funke war im Nu erfroren,
Ideenleere in mir - alles schneeweiß.
Vorm inneren Auge plötzlich eine Wand
Erinnerung flieht vom öden, kalten Ort.
Der Stift steht still in meiner Hand,
Verharrt wie erstarrt mitten im Wort.
Vom Gedicht liegt vor mir nur der Beginn,
Der Rest fand in mir sein Geistesgrab.
Kann nicht schreiben, nicht fassen den Sinn,
DU die Eingebung die es nur einmal gab!
Ich hatte Dich gerade noch bei mir.
Deine Wärme, Dein Atem waren so nah.
Dein Licht füllte alle Räume hier,
Mit dir war Alles für mich so klar.
~Fazit~
Dies Gedicht geschnitzt aus Gedankengerippe
Lauwarmer Abklatsch im Vergleich nur Mist.
Ich spüre ihn sacht auf meiner zitternden Lippe,
Den heißen Musenkuss der nicht mehr ist.
(10.4.2007)