Mitternachtswind

von LightningThunder aus der Kategorie Herzschmerz
und wurde am 21.10.2010 um 12:55:00 eingetragen.

Eisig, kalt und grau
als ich durch mein Fenster schau
Es erwacht der Mitternachtswind
Flüstert durch die Blätter
Die verbliebenen an den Bäumen

Die Einsamen, die Letzten die von uns gehen
Klammern sich an das Leben
Das doch keins mehr ist und nicht mehr sein wird
Keine warme Sonne wird scheinen,
wenn die Dämmerung weicht dem Licht des Tages

Das Licht der Tage; immer kürzer bis zur schwärzesten
Der dunkelsten Nacht des Jahres
Auf Sturmwind, zerbricht das Flackern dieser zerbrechlichen Lichtlein
Von Menschenhand entzündet Tröstend
In der Mitte des Raumes
Kalt und düster
Wie die Nacht des Herbstes

Kalt und grau
So kommt der Nebel übers Land
Wenn ich durch mein Fenster schau
Der Mitternachtswind bringt ihn
Verdunkelt die letzten Reste des Mondes am Himmel
Eine Wolke
Düster und schwarz

Wohin man auch sieht
Sogar die Menschen werden fahl
Mit dem letzten leuchten der Blätter
Zieht der Winter mit großen Schritten
Der Mitternachtswind wird eisiger
ich spüre es, mein Fenster geöffnet
die letzte Kerze erloschen

Meine Hände fast zu schwach um sich zu wärmen
Allein sie zu heben fällt mir schwer
Dort am Ende des Zimmers ein Licht
Meine Lippen kalt und blau finden dein Gesicht
Bedecken es mit wärme
Wie die deinen versuchen mir Trost zu spenden

Jede Stunde des Winters
Bringt mich jenem Tag näher
Lässt mich frieren, lässt mich schwach sein
Woher kamst du, mit deinem Licht
Das so oft versucht du selbst hast zu löschen
Du konntest es nicht

Lebt da Trauer in deiner Seele?
Trauer ob des Lebens
Trauer ob des Versagens?
Hast du aufgegeben, mein Licht, meine Wärme
Wirst du es wieder tun?
Wirst du aufgeben und ruhn?

Der Winter zeigt uns unsere Grenzen
Nichts was es gibt zu tun
Als zu warten auf die Tage da die Sonne es wieder vermag uns zu wärmen
Mein Licht, warum flackerst du?
Ich weiß meine Hände vermögen es nicht ewig dich zu wärmen
Aber ohne deine Wärme
Wird auch in mir nur noch der Winter herrschen

Du mein Alles, gib mir dich
In meine Hände, auf das wir uns beide vor der Kälte des Lebens schützend
Eine Hütte bauen können
Die kräftig genug ist
Alles schlechte und ungerechte des Lebens
Vor der Türe zu lassen

Verzweifelt versuche ich das Fenster zu schließen
Auf das der Mitternachtswind
Dich nicht ins schwanken bringt
Dich nicht frieren lässt
Du hälst mich ab, du schließt es selbst
Und gibst mir davor
Dein Licht in die Hand….

2010/LightningThunder


Kommentare

Es gibt einen Kommentar zu diesem Gedicht

LUCA79 schrieb am 22.10.2010 um 00:33 Uhr folgenden Kommentar:
ES IST PERFEKT

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