Mit dem Stachel des Skorpions

von Hukwa aus der Kategorie Gesellschaftskritisches
und wurde am 23.01.2012 um 09:06:00 eingetragen.

Ich mag die Einsamkeit
Sie ist meine Geliebte
Meine Begleiterin
In diesen
Vergangenen und anderen Tagen
Aber eine Stimme sagt mir
Nimm dich in acht
Deine Geliebte macht dich schläfrig
Manchmal wirkt sie wie Morphium
Sie tötet den Stachel des Skorpions in dir
Sie steht im Dienste des Systems
Das solche wie dich für überflüssig hält
Ich nehme mein Federmesser und schärfe den Stachel wieder
Bin Vorsichtig
Das ich nicht durch eine Überdosis Einsamkeit
Der Lethargie verfalle
Ich stecke den Skorpionsstachel ins Tintenglas
Stehe Verteidigungsbereit
Vor einem leeren Blatt Papier
Jederzeit bereit
Gegen das System in den Kampf zu ziehen.


Kommentare

Es gibt 4 Kommentare zu diesem Gedicht

hukwa schrieb am 25.01.2012 um 08:39 Uhr folgenden Kommentar:
"Alles ist immer jetzt"- T.S.Eliot Lgr. hukwa


Joneda schrieb am 24.01.2012 um 16:17 Uhr folgenden Kommentar:
Ich wollte wie Orpheus singen, Dem es einst gelang, Felsen selbst zum Weinen zu bringen Durch seinen Gesang. Wilde Tiere scharten sich Friedlich um ihn her. Wenn er über die Saiten strich, Schwieg der Wind und das Meer. Meine Lieder, die klingen nach Wein Und meine Stimme nach Rauch, Mag mein Name nicht Orpheus sein, Mein Name gefällt mir auch! Meine Lyra die trag' ich hin, Bring' sie ins Pfandleihhaus Wenn ich wieder bei Kasse bin, Lös' ich sie wieder aus. Meine Lieder sing' ich dir, Von Liebe und von Ewigkeit: Und zum Dank teilst du mit mir Meine Mittelmäßigkeit. Kein Fels ist zu mir gekommen, Mich zu hören, kein Meer! Aber ich habe dich gewonnen, Und was will ich noch mehr? (Reinhard Mey)


hukwa schrieb am 23.01.2012 um 15:49 Uhr folgenden Kommentar:
Wie dem auch sei:\\\"Ein für allemal ists Orpheus wenn es singt.\\\" so sagte es jedenfalls Rainer Maria Rilke. LG.


Joneda schrieb am 23.01.2012 um 14:14 Uhr folgenden Kommentar:
Oh, oh, die Vorsichtigkeit bleibt,* sie ist eine Lebenserfahrung* und an einem strudelnden Bach zu stehen* unter einem schattenspendenden Baum zu liegen* ein wenig auszuruhen, zu träumen* habe keine Angst* es tankt nur Deine Kraftreserven wieder auf* etwas, was man in Notzeiten so dringend braucht* zurück kann man nicht :-)* es geht immer nur vorwärts ;-) * und manchmal gewinnt man auch einen Freund* da darf man ruhig ein wenig unvorsichtiger werden* aber, es liegt an Dir, das zu entscheiden.* Nicht jede Einsamkeit ist von Übel* und nicht jede Zweisamkeit dito* und Vertrauen wächst nur langsam`* LG

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