Meine Träume, meine Hoffnung....(oder: Was mir blieb...)
von Claudia Embacher aus der Kategorie Gedichte zum Nachdenken
und wurde am 10.05.2011 um 11:26:00 eingetragen.
Ich habe viel erlebt
in meinem Leben,
viel Liebe, viel Leiden,
viel Tod gesehen.
Himmelhochjauchzend -
zu Tode betrübt....
ganz nahe am Leben gewesen,
ganz oft am Boden zerstört..
Es kam sovieles anders
als erhofft,
Pläne zerschlugen sich,
Türen gingen zu,
Menschen kamen und gingen...
doch:...es blieben immer ein paar TRÄUME!
Manchmal wurde es vorzeitig
dunkel in meinem Leben,
ohne Ankündigung, ohne Abendrot,
manchmal fror ich mitten in der
Sonne, manchmal glaubte ich,
wenn mir der Tod das Liebste nahm:
Nun stehe ich nie mehr auf,
hier ist es nun genug!
Und...auch hier....blieben
immer noch ein paar Träume...!
Träume von einem besseren Leben,
von einer neuen Liebe,
mit einem Menschen Hand in Hand
durch Wälder streifen,
dem Sonnenuntergang entgegen,
im frühen Morgenlicht im Boot
auf einem See die Unendlichkeit
der Liebe neu erfahren,
Abenteurer sein, die Welt gemeinsam
erleben, sie mit den Augen des
anderen sehen....
Ich weiß, nicht alle Träume
werden wahr: Aber einige immer!
Und wenn das Leben mir vieles nimmt:
Einen letzten unerfüllten Traum
wird es für mich immer geben,
ich werde an seiner Erfüllung arbeiten!
Ich baue mir im Traum ein neues Haus
fürs Leben, nicht auf den Trümmern und
den Scherben der Vergangenheit,
nein, wenn sie aufgeräumt und unter Mühsal
und Tränen beiseite geschafft wurden,
dann wird das neue Haus erbaut!
Und hinterher werde ich stolz sein!
Ja! Ich habe es gewagt, neu zu beginnen!
Mir bleiben auch jetzt ein paar
Träume,
das Lächeln dieses Tages einzufangen,
die Sonne in meinem Haar,
der Wind in meinem Gesicht,
die Blumen vor meinem Fenster,
die so süß ins Zimmer duften,
mein alter Wuschelhund auf seinem
Schlafplatz....
dies sind schon jetzt WAHRHEITEN,
die mir den Tag versüßen,
den Weg erleichtern...,
und der Traumprinz,
der ein Mensch aus Fleisch und Blut sein
wird, ein Mensch, der Ecken und Kanten
haben darf, wartet irgendwo auch
noch einmal auf mich:
Ich weiß nur noch nicht, wo und wann
ich ihm begegne! Groß und weit ist ja
die Welt!
Meine Träume, die mir blieben,
waren immer meine Hoffnung...,
waren der Mut, mein Leben zu leben....,
waren die Zuversicht, dass aus Vergangenheit
und Gegenwart...eine neue gute Zukunft
entstehen wird!
(CE, 10.05.2011)