Mein Opa

von cc27 aus der Kategorie Gedichte über Menschen
und wurde am 27.06.2008 um 15:24:00 eingetragen.



Als strammer Junge wurde er geboren,
hatte schon damals nie die Lust verloren
viel zu Essen und zu Trinken
und war überall wo hübsche Frauen winkten.

In Einfällen war er wirklich gut,
sein Freund zum Beispiel hatte nicht den Mut,
das schlechte Zeugnis nach Hause zu bringen,
deswegen musste es ihm gelingen,
es unleserlich zu machen,
heute kann er darüber sicher lachen.

Opa legte es auf die Schienen der Straßenbahn
und wartete bis diese herbeigerattert kam,
dann hob er es wieder auf
und sein Freund brachte es unleserlich nach Haus.

Sein Vater erfuhr jedoch davon,
dachte sich während der Schulzeit schon
mein Sohn ist von der Bahn ganz angetan
den schick ich nach der Schule zur Bundesbahn.

Er war schon damals ein durchtrainierter Mann
von dem die Resi die Augen nicht mehr lassen kann.
Bald darauf bekamen sie ein Töchterlein
Und waren nicht mehr so allein.

Doch er musste weit, weit fort,
an einen trüben, grausamen Ort.
Der Krieg kam in das Land
und hatte alle Männer in der Hand.
Darüber möchte ich aber nichts erzählen,
sonst kommen dem ein oder anderen die Tränen.

Gesportelt hat er immerfort
und auf Reisen war er einmal da und dort.
Mitfahren durfte die Resi nie
ist auch klar, man weiß ja nie......

Ja und kochen, das kann er wirklich fein,
für mich könnte es täglich Lauchsuppe sein
Aber auch viele, viele andere Sachen,
kann Opa wirklich sehr gut machen.

So raffiniert wie er war aber auch sein Töchterlein,
manchmal traurig, weil immer so allein.
Weggehen durfte sie nur zum Gesang und Sport.
Getroffen hat sie sich aber dann an einem anderen Ort.
Der Opa kam ihr aber sehr bald drauf,
na ja jetzt hör ich lieber auf.

Die Bahn verfolgt ihn die ganze Zeit,
und irgendwann da war es so weit.
Er kaufte sich einen kleinen Schrebergarten
was genau daneben war ist nicht schwer zu erraten.
Es war die liebe Bundesbahn,
wie schon gesagt, die hat es ihm angetan.

Der Garten war sehr schön aber klein,
aber viele Obstbäume mussten rein.
Es war ein Plätzchen zum erholen
Oma pflanzte dort Blumen und Fisolen
Gemüse und Obst das brauchen wir hier,
denn es kommen ja oft die Enkerl zu mir.

Sein braves Töchterlein konnte es nicht lassen,
brachte ihn bald wieder zum erblassen..
Sie kaufte sich einen großen Grund
Später auch noch einen Hund.
Opa dachte nun ist alles aus,
doch bald darauf stand dort ein Haus.

Opa hatte nun sehr viel zu tun
kam nicht einmal in der Pension zum ruhn
Jetzt freut er sich, dass sie es hat gemacht,
denn die Gartenarbeit hat er vollbracht.
So lange in Bewegung und in der Luft
dazu den tollen Blumenduft,
ist doch klar dass es Opa noch so gut geht
und noch immer spielend den großen Rasen mäht.

Die Enkerl wurden sehr schnell groß
und die Urenkerl lagen in seinem Schoß.
Er konnte es jedoch nicht verstehn,
dass seine Träume nicht in Erfüllung gehn.


Wenigstens einen Enkel oder Urenkel wollte er haben,
denn einen 4 Frauenhaushalt konnte er nicht länger ertragen,
Doch es wurden wieder Frauen,
die ihn heute ganz bewundernd anschauen.
Aber zu spät zum hoffen ist es nie
Wer weiß in 10 Jahren sitzt Dein Ur-Ur-Enkel auf Deinen Knien.

Wir wünschen Dir zu Deinem Feste,
viel Gesundheit, Glück und nur das Beste
Eines ist Dir hoffentlich klar,
zu Deinem 100. Geburtstag sind wir wieder alle da.
Wir wollen jetzt auf Dich ein Glas heben
und lassen Dich ganz hoch leben


Kommentare

Es gibt einen Kommentar zu diesem Gedicht

sabii schrieb am 20.12.2011 um 15:09 Uhr folgenden Kommentar:
des ist der grösste scheiss was besseres ist dir nicht eingefallen oder

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