Mein Leben mit Demenz

von Verena Eidlbös aus der Kategorie Familie
und wurde am 19.07.2009 um 12:29:00 eingetragen.

Graue Tage, Einsamkeit,
lustlose Trübsinnigkeit.
Gedanken lassen sich nicht ordnen.
Was war gestern? Wer ist Morgen?

Damals war der Himmel blau,
die Sonne schien, weiß ich genau,
doch wo ist was und er bist Du?
Die Antwort find ich nicht dazu.

Wie kann ein Mensch so viel vergessen?
Wann habe ich zuletzt gegessen?
Wo ist mein Frohsinn nur geblieben?
Bin müde und davon getrieben.

Demenz ist schwer, wer hilft mir nur?
Kann nicht allein sein auf der Tour.
Helft mir mit meiner schweren Last,
bevor mein Lebenslicht verblasst.


Kommentare

Es gibt 2 Kommentare zu diesem Gedicht

christa krüger schrieb am 19.07.2009 um 17:03 Uhr folgenden Kommentar:
hallo verena, ein wahnsinnsgedicht, ja du hast so unglaublich recht, war erst kürzlich zu einer lesung meiner eigenen gedichte,(alle bewohner demenzkrank) in den unterschiedlichsten entwicklungsstufen, doch was ich geschafft habe, ich habe ihre seelen berührt, es war so schön ein lächeln in ihren gesichtern zu entdecken und ihre tränen der rührung, so schön, zu peddagog noch kurz zwei worte - keine angst - denn es kann uns alle treffen gruß chris


Peddagog schrieb am 19.07.2009 um 16:36 Uhr folgenden Kommentar:
Hallo Verena, Tolles Gedicht zu einem schweren Thema. Ich hoffe nur, dass es nicht autobiografisch ist, oder? Dazu bist du doch eigentlich noch zu jung. Ich habe auch mächtig Bammel davor, kann mir Namen schlecht merken. Versuche Gedichte auswendig zu lernen. Soll helfen. Gehirnjogging - jede Woche eins. Warum nicht deins? 2. Strophe, 3. Zeile soll sicher heißen: "...und wer bist du." Verbesser mal, wäre sonst zu schade. LG vom Peddagog

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