Meeresgefühle

von lacrima aus der Kategorie natur und mensch
und wurde am 26.09.2009 um 17:17:00 eingetragen.

Ein schmaler aus Holz geschaffener Weg,
schlängelt sich geschickt die großen Dünen hoch,
auf ihm laufe ich,
barfuß in einem dünnen weißen Kleid.

Ich spüre das ungleichmäßige Holz,
zwischen den Rillen hat sich feiner Sand abgesetzt,
der schmale Pfad ist warm,
hat sich den ganzen Tag an der Sonne gewärmt.

Mein Ziel ist es das Wasser zu erreichen,
die Dünen hinter mir zu lassen und das Meer zu erblicken,
das große, blaue Wasser, dass sich hinter den Sandbergen versteckt,
aber es ist nicht mehr weit.

Ein leichter Wind liegt in der Luft,
bei jedem Schritt spielt er mit meinem Kleid,
den Sand hebt er etwas vom Boden ab,
er streift meine Beine sanft und rauscht in meinen Ohren.

Ich habe es geschafft und stehe oben auf den Dünen,
Salz liegt in der Luft und kleine ruhige Wellen spielen miteinander,
sie erklettern den Strand bis sie unwillig zurückfließen,
immer wieder formt das Meer neue geschwungene Wellen.

Eine Weile stehe ich so da und lasse meine Haare durchwirbeln,
sie kleben etwas von dem salzigen Meereswind,
aus meinen Gedanken gerissen laufe ich den steilen Abhang hinunter,
spüre den noch warmen Sand unter meinen Füßen.

Leicht schwebend heben sich meine Füße,
mein Körper tanzt und fühlt sich frei an,
fast gleichend der Möwen am Himmel,
immer wieder Kreise in der Leichtigkeit ziehend.

Der rote Himmel verschwimmt mit einem dunklen Blau,
die Sonne versinkt hinter dem schwarzen Horizont,
wie ein gemaltes Bild sieht es aus,
als wurde es mit Farbe auf einer Leinwand geschaffen.

Die Beine ausgestreckt im weichen Sand,
die kühlen Wellen erreichen meine Füße,
die rote Kugel versinkt,
gebannt schaue ich zu und fühle mich frei.


Kommentare

Es gibt einen Kommentar zu diesem Gedicht

odin schrieb am 29.09.2009 um 18:30 Uhr folgenden Kommentar:
hallo lacrima, sehr schön - erinnert mich an meinen urlaub, am meer sehr gefühlvoll geschrieben - glg odin

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