Märchen Allerlei
von Ulk von Ulkenhorst aus der Kategorie Kindergedichte
und wurde am 30.01.2009 um 12:02:00 eingetragen.
Schwarze Haare, rote Lippen und Augen blau,
sie hieß Schneewittchen,
war ne junge hübsche Frau.
Sie wohnte in einem Schlosse drin
und das schon von Anbeginn.
Hier war sie glücklich doch auch allein
und so ging sie in den Wald hinein.
In einem Körbchen was sie mit sich trug,
hatte sie Wein und Kuchen und zwar genug.
Auf ihren Kopf hat sie ein rotes Käppchen sich aufgesetzt,
da kam plötzlich der gestiefelte Kater angewetzt.
„Hallo Katerchen, bist ja toll durchschwitzt,
bist wohl schon lange durch den Wald geflitzt?
Wo willst du denn hinlaufen“?
„Ich muss zum Tischler, ein neues Bett das muss ich kaufen.
Der Prinzessin ihr’s, das ist zerbrochen,
als sie auf ihre 20 Matratzen war gekrochen
unter denen 'ne Erbse lag,
was die Prinzessen ja nicht leiden mag.
Hans im Glück hat mir’s Gold gegeben
und so lauf ich los, hab’s ja versprochen eben“.
„Na dann viel Glück und gib schön Acht,
lass dich nicht überfallen vom Räuberpack“.
„Ich hab 'nen Sack da ist ein Knüppel drin,
den lass ich raus wenn ich überfallen worden bin.
So nun genug mit dem Verschnaufen,
ich muss jetzt weiter laufen“.
Und so gingen Beide weiter.
Schneewittchen sang ein Lied sie war so heiter.
Plötzlich stand sie vor einen seltsamen Haus,
aus dem schaute eine alte Hexe raus.
Sie bat Schneewittchen zu sich rein,
denn sie wollte nicht mehr böse sein.
Auf ihrer Schulter sah man einen Raben sitzen
und durch den Raum paar Mäuse flitzen.
„Meine Ziege mit ihren sieben Geißlein sind weg,
ich find sie nicht mehr an ihren Fleck.
Ob sie vielleicht hat der Wolf geholt,
oder ob’s Rumpelstilzchen mich wieder mal verkohlt“?
„Ich werde aufpassen und muss jetzt geh’n,
es wird sich schon klären. Auf Wiederseh’n.
Sie gab der Alten ein Stück von ihren Kuchen
Machte sich wieder auf dem Weg um ihr Glück zu suchen.
Sie kam dann an das Haus,
wo Frau Holle sonst immer schaute raus.
An der Tür ein Zettel, der war beschrieben,
bin bei den Zwergen zu Gast bei den Sieben.
So ging sie hin zu diesem Haus,
aus dem schön gespielte Musik drang heraus.
Drinnen spielten die überall bekannten
und beliebten Bremer Stadtmusikanten.
Sie klopfte an, man ließ sie ein,
gemeinsam wollten Alle fröhlich sein.
Dann kam ein hübscher Prinz noch herbei
der sich in Schneewittchen verliebte, so eins, zwei drei.
So hatte sie hier endlich ihr Glück gefunden,
man feierte da noch viele Stunden.
Zum Abschied reichte man sich dann die Hände
und hier ist das Märchen nun auch zu Ende.
Ein neues Märchen tut nun hier beginnen,
wie’s weiter geht?
Kann sich Jeder selbst ausspinnen.
© Ulf Heimann, 2008