LAUF
von ankasandra aus der Kategorie Gedichte zum Nachdenken
und wurde am 17.10.2009 um 16:19:00 eingetragen.
Die Handgelenke wund von den Ketten,
die sich um meine raue Haut betten.
Meine Lippen zugeklebt mit einem Band,
um zurück zudrängen Worte von Verstand.
Mein Augenlicht versteckt hinter einem Tuch,
das mich bewahrt von jenem Schatten Fluch.
Meine Gedanken eingepfercht von einer Angst so sehr,
das ich das Gefühl vom Denken kenne nicht mehr.
Eingesperrt in meinem Fleisch und Blut,
durchdrungen von immenser Wut,
gefangen in mir selbst durch mich,
von sich gegangen ehe die Zeit verstrich.
Doch noch ist es nicht zu spät,
noch wurden deine Spuren im Sand nicht verweht,
drum bleib kurz still und inne stehen,
und versuche nicht einfach mit der zeit zu gehen.
Die Ketten musst du aufbrechen,
lass deine Lippen sprechen,
mache deine Augen weit auf,
lass deinen Gedanken freien Lauf!
Denn noch ist es nicht zu spät,
noch kannst du deinen Weg bestreiten,
also lauf ehe deine Zeit vergeht,
lauf in die vor dir liegenden Zeiten.