Krankenbesuch Mundart

von Ulk von Ulkenhorst aus der Kategorie Sonstige Gedichte
und wurde am 09.02.2009 um 19:40:00 eingetragen.


Een guden Freind,
den habsch heite ma besucht.
Der liescht heeme krank dornieder.

Mensch hat der vielleischt geflucht,
übber seine kranken Glieder.
In de Beene da hätt’er Schmerzen,
es schticht und piekst dort drinne,
uffträten kann’er nisch,
das iss ja das ganz Schlimme.

„Was haste denn mit deine Beene?“
Das wolltsch von ihm ma wissen.
„Ach ich globe ich habbe bloß,
de Hinnerochen zu tolle uffgerissen.

Ich täte ja zum Arzt hingeh’n,
kann abber doch nisch loofen,
so bleibsch een Tach ma dorheem
un wäre misch ma ausboofen.

Morschen dann, das wärste seh’n,
da kannsch och wiedder loofen.“
„Na gut das wäre ja ganz scheen,
da lass’ch dich erstma boofen.

Ich mach mich jetz’ uff meine Beene,
machs gut un Uffwiedderseh’n,
ich lass dich jetz’ alleene
un gehe wiedder heem.

© Ulf Heimann, 2008



Kommentare

Es gibt noch keinen Kommentar zu diesem Gedicht

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu schreiben.