Klinge

von Einzelkämpfer aus der Kategorie Verzweiflung
und wurde am 09.01.2011 um 03:21:00 eingetragen.

Silber glänzend, leise singend
Sterne, fein und zart,
dünn und flach in meinen Fingern.

Langsam kommt das Metall
meinem Arme näher.
Voll Sehnsucht erwarte ich
Die kalte Berührung

Kühl auf der Haut erreicht es mich,
voller Lust erschau‘re ich
drücke den Stahl in meinen Arm.

Und dann durchtrennt er meine Haut,
gräbt sich sanft hinein ins Fleisch.
Ein Schmerz, so rein, so gut,
durchflutet meinen Leib,
dicht gefolgt von purem Glück.

Ich zieh‘ die Klinge raus aus mir.
Starr und Rot glänzt sie mich an.
Das Blut rinnt meinen Arm hinab,
erreicht bald warm und schön die Hand,
läuft auf meine Finger, hängt an der Spitze.

Ein Tropfen fällt gen Boden,
und mit ihm geht auch das Leid,
und bevor er auf dem Grund aufschlägt,
schlaf ich endlich ein.


Kommentare

Es gibt noch keinen Kommentar zu diesem Gedicht

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu schreiben.