Kleines Rehlein

von odin aus der Kategorie Seelenschmerz
und wurde am 14.01.2012 um 18:26:00 eingetragen.

Ein kleines Rehlein im Walde ich fand
Versteckt an einem Bächlein es stand
Aus seinen Augen bittere Tränen flossen
Habs nicht verschreckt, nicht erschossen

Bin ein wilder Jägersmann, habe verweilt
Keine meiner Bleikugeln zu ihm eilt
Mein Herz verkrampft, der Finger steif
Warum es so war, ich heut nicht begreif

Schaut mich aus verlorenen Augen an
Als hätt es sein Leben schon aufgegeben
Ergeben seinem Schicksal, dem Jägersmann
Spring Rehlein flieh doch in den dunkelen Tann

Es bleibt stehen, fesselt mich mit seinem Blick
Will mir sagen, erlöse mich von meinen Leiden
Schau uns Beide trifft das selbe Lebensgeschick
Alleine hier im Wald, an Bächleins Weide

Zurück zur Hütte meine Gedanken kreisen wie wild
Habe immer noch vor mir des Rehleins Bild
Seine traurigen Augen ich niemehr vergessen kann
Ich hoffe auf unser Beider Glück, irgendwann

@ odin





Kommentare

Es gibt 7 Kommentare zu diesem Gedicht

0din schrieb am 17.01.2012 um 10:16 Uhr folgenden Kommentar:
ich danke euch allen...glg odin


Claudia Embacher schrieb am 17.01.2012 um 10:10 Uhr folgenden Kommentar:
Hallo Odin, sehr, sehr schönes Gedicht, man kann es sich richtig vorstellen, ...hat ein Bild vor Augen,....und Tränen in denselben....ich finde es wunderschön, ...aber auch der "einsame Wolf" ist super...! Herzlicher Gruß Claudia


martina schlüter schrieb am 17.01.2012 um 09:32 Uhr folgenden Kommentar:
wunderschön...ich liebe diese Zeilen°>°...


odin schrieb am 16.01.2012 um 15:42 Uhr folgenden Kommentar:
jonede, vielen dank für deinen kommi, glg odin


odin schrieb am 16.01.2012 um 15:39 Uhr folgenden Kommentar:
hallo chris, ich danke dir glg odin


Joneda schrieb am 15.01.2012 um 08:02 Uhr folgenden Kommentar:
Manchmal entdeckt man sich in anderen Lebewesen wieder und es entsteht eine tiefe Verbundenheit, ich kenne das, kenne da so einen Hund, und man fängt an mit diesem Lebewesen zusammen gegen diese Traurigkeit anzukämpfen, spielerisch, herzzugeneigt, offen, und wenn es einem gelingt, hat man einen Freund gefunden - für immer, gehe rugig wieder in den Wald, suche das Reh, vielleicht wirst Du irgendwann die Flinte zur Seite legen, by the wav, erinnert mich an ein Märchen Deine Zeilen.


chris1 schrieb am 15.01.2012 um 01:29 Uhr folgenden Kommentar:
hallo odin was für wunderbare zeilen man bleibt regelrecht darin hängen lgr. zu dir chris

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