J a h r e s B e s t r e b u n g e n

von Mabel aus der Kategorie Gesellschaftskritisches
und wurde am 24 May 2008 um 17:24:36 eingetragen.

1. Tausendmal lieber allein
als erkauft - mittels Heuchelei.

2. Tausendmal lieber verrecken
als Legenden - zum Beflecken.

3. Tausendmal lieber ohne Reue
als habgierige - Kalender-Treue.

4. Tausendmal lieber verloren
als zum Lügen - geboren.

5. Tausendmal lieber im Verzicht
als mit einem Menschen - der besticht.

6. Tausendmal lieber sich retten
als zu schwingen - in irdischen Ketten.

7. Tausendmal lieber ohne Wandlung
als wieder - festlegte Handlung.

8. Tausendmal lieber hinterfragen
als zu allem - JA zu sagen.

9. Tausendmal lieber sich trennen
als sich typisch - Deutsche nennen.

10. Tausendmal lieber Angst begraben
als sich geistig - arm ertragen.

11. Tausendmal lieber bei allem fehlen
als sich - zu den Tätern zählen.

12. Tausendmal lieber gegenhalten
als sein *ICH* - absurd entfalten.

© Mabel Poercy


Kommentare

Es gibt 2 Kommentare zu diesem Gedicht

Mabel schrieb folgenden Kommentar:
Richtig Ines, ich verrate dir hier auch den Hintergrund zur Textur. Im Jahr 2000, schrieb mich über den damals noch bestehenden Lyrik Zirkel, eine angeblich renommierte Band aus Dresden an. Diese versuchte, mit meinen Ideen neue Songs zu kreieren. Nachdem ich sieben Texte erstellt hatte, wurde daran hin und her gemeißelt, weil ihnen ständig neue Klänge eingefallen waren. Dann versuchten die Jungs mich, mit einem generellen Vertrag, der künftig ein jeweils 50 % Abkommen gütig machten sollte, über den Tisch zu ziehen. Da ich wusste, dass Texter sowieso nur ihre 8% Anteile pro CD kriegen, wäre der Wert nochmals halbiert worden. Ich hab mich sofort an einen Notar gewendet und meine Copyrights geschützt. Als ich dann die Sache abgeblasen habe, gab es noch einige Anzüglichkeit, woraufhin der hiesige Text etwa zu Neujahr 2001 entstanden ist. Inhalt und Intention, entsprachen nicht nur damals meinem Wesen. Mit freundlichen Grüßen, Mabel


Ines schrieb folgenden Kommentar:
Hallo, Mabel, klingt etwas verzweifelt, aber dennoch verständlich. Bei 11 Punkten stimme ich dir zu, der 12. sollte überdacht werden. Grundsätzlich versuche ich mich in Gedichte reinzufinden und den Autor zu verstehen, was er aussagen möchte. In gewisser Weise indentifiziere ich mich auch mit ihm. Darum jetzt meinen Kommentar. Ist nicht böse gemeint, trotzdem liest jeder mit seinen Augen und denkt mit... Weil ich finde, wenn man etwas schreibt, oder ein Autor, denkt er sich ja auch etwas dabei. lg Ines

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