In der Tiefe der Nacht

von LightningThunder aus der Kategorie Sonstige Gedichte
und wurde am 01.04.2009 um 14:14:00 eingetragen.

Alles liegt in völligem Dunkel. Jemand bewegt sich durch die Stille.
Mehr als ein Schatten auszumachen als ein richtiger Mensch, schleicht das Wesen durch den Raum. Elend, gebückt, fast schon ein eigenständiges Wesen, aber doch nur eine Vision oder doch real? Du greifst es nicht, es ist die Angst die dich packt, wenn Schatten durch dein nachtschwarzes Zimmer geistern.

Angstschwanger und tot geboren die Idee das Licht einzuschalten. Das Licht ist viele Kilometer weit entfernt, die Decke zurückzuschlagen bedeutet gefressen zu werden. Das Dunkel frisst dich, die Angst nagt an dir. Du entkommst ihm nicht, dem Elend.

Dein Kopf zerplatzt in der gleichen Minute wie die Blase in der du dich befindest. Du kannst nicht liegen bleiben, du wirst gefressen werden, wenn du es wagst. Der Raum kommt auf dich zu. Du bekommst keine Luft mehr.

Der Gedanke die Decke zurückzuschlagen wird verlockend real. Die Einsicht sich deiner Angst zu stellen verschwindend klein. Du raffst das Stück Stoff bis ans Kinn, dann bis unter die Nase und lässt schließlich deinen Kopf darunter verschwinden. Keine Luft!

Irgendetwas setzt sich auf deinen Brustkorb und die Luft wird dir immer knapper. Du hast keine Wahl mehr! Panik durchsetzt dein Herz, rasend in deiner Brust. Die Wahl gefressen zu werden, oder dem Irrtum zu erliegen Angst vor dem eigenen Schatten zu haben zermartert dein Hirn. Keine Zeit, Keine Luft!

Du reißt dir die Decke vom Körper, springst auf, hast den Lichtschalter im Visier, da packt es dich!
Keine Angst, realer Schmerz in deinem Knie, nein du hast die Kante des Bettes übersehen, raffst dich auf. Das Zimmer wird endlos lang, die Entfernung zum Licht wird immer größer. Fühlst dich wie die Motte die durch das Fenster nicht zum Licht flüchten kann.

Du bleibst liegen, keine Kraft mehr. Es wird dich Fressen, fast real und doch nur ein Wesen. Wie ein Aal windet es sich durch die Dunkelheit, immer schneller auf dich zu. Denken liegt dir fern, die richtige Welt eingeschlossen in diesem Schalter. Keine Möglichkeit aus diesem Albtraum zu erwachen.

Den Schalter zum greifen nah reißt dich etwas nach hinten, Du weißt es ist zu spät zu laufen, kein Weg nach Vorn, kein Weg zurück, kein Weg aus deinem Gefängnis deiner Angst mehr!


Kommentare

Es gibt noch keinen Kommentar zu diesem Gedicht

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu schreiben.