In Gedenken
von H.T. aus der Kategorie Seelenschmerz
und wurde am 08.05.2010 um 08:00:00 eingetragen.
Dieses Gedicht habe ich zum Gedenken an an einen Menschen geschrieben der seinem Leben ein Ende gesetzt hat. Es geht um das leidige Thema Mobbing.
Chancenlos 2
Warum hattet ihr Freud, wenn ihr mich konntet verletzen?
Warum machte es Spaß, über mich nur zu hetzen?
Warum war euer Hass auf mich immer präsent?
Ihr wart sehr gemein obwohl ihr mich überhaupt gar nicht kennt?
Ihr ließt euren Frust an mir immer nur aus.
Ihr wart befreit, ich ging traurig nach Haus.
Die schmerzensten Worte, aus eurem Munde
gekommen, hab ich mir immer sehr zu Herzen genommen.
Ich war für euch da, hab euch alles gegeben.
Ihr aber machtet mir schwer mein Leben.
Ich fragte mich oft, "Hat das denn noch Sinn"?
Oder werfe ich einfach alles nur hin?
Anstatt, dass ihr mit mir fröhlich mal lacht,
habt ihr mich einfach nur fertig gemacht.
Gemobbt von Kollegen, von Schülern immer Beschwerden.
Wie sollte ich da denn fröhlicher werden?
Ihr habt mich verletzt, das sollt ihr nun wissen.
Darum hab ich mein Leben einfach weggeschmissen.
Ich fühlte mich nicht wohl, bin bei euch nie angekommen.
Die Chance dazu, habt ihr mir Alle genommen.
Ich war ganz normal, wie jeder Andere auch.
Hatte Schwächen und Stärken wie ihr sicher auch.
Ich bin nur ein Mensch, mit Gefühlen versehen,
wer sich bemüht hätte, würde mich auch verstehen.
Ihr Alle habt mir mein Leben sehr schwer gemacht,
In der Stunde des Todes hab ich nur da dran gedacht.
Es war niemand da, der mich in die Arme genommen,
ich fühlte mich einsam bis der Tod gekommen.
Meine Seele, die ruht nun, sie muss nicht mehr weinen.
Für mich wird jetzt immer die Sonne scheinen.
Ihr könnt auch weiter über mich nun hetzen!
Mich wird es nie wieder so sehr verletzen.
Kommentare
Es gibt 2 Kommentare zu diesem Gedicht
H.T. schrieb am 08.05.2010 um 11:59 Uhr folgenden Kommentar:
Hallo Sommerregen, das freut mich sehr. Das war auch mein Ziel. Ich hoffe, dass auch jene Menschen es lesen werden, die solche Sachen veranstalten.LG, H.T.
sommerregen schrieb am 08.05.2010 um 11:54 Uhr folgenden Kommentar:
Sehr ergreifend das geht mitten ins Herz.