Im Tann

von Gregor Edmund Stahnke aus der Kategorie Natur
und wurde am 09.05.2011 um 22:46:00 eingetragen.

Das Holz erwacht, es ächzt und knarrt,
empor gewachsen, wurzelhart,
wer es sieht ist wohl vernarrt,
weil er nicht an Fülle spart.

Sie stehen in Massen, oft gequält,
das Chaos ist es, was hier zählt,
und jenes, was im Wirrwarr fehlt,
lässt kostbar Stille wohl beseelt.

Die Seele rastet gütlich hier,
labt sich an so mancher Zier,
saugt alles auf mit lind Begier,
bedarf Zuflucht und auch Elixier.

Durch seine Tiefen fließt das Schweigen,
Träume tropfen von den Zweigen,
hernach sie in den Schleier steigen,
der Inszenierung Vorhang zeigen.

Wo der Sonne Licht des Baumes Krone bricht,
der Winde Kraft im Gras Bewegung schafft,
des Lenzes Reiz besticht ganz ohne Geiz.

Ein Platz so nah und doch so fern,
so schlicht und doch des Reichtums voll,
Stille, die so vieles sagt.

Das Gleichgewicht wertvoll harmonisch,
einfach hoffnungslos romantisch.


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