Herbstgedicht
von sapagel aus der Kategorie natur und mensch
und wurde am 24.11.2009 um 10:26:00 eingetragen.
Der Herbst verabschiedet
sich mit großen Schritten,
nun lässt sich der Winter
nicht mehr lange bitten.
Die Leichtigkeit mit der die Sonne
im Sommer auf uns glüht,
lastet zurzeit schwer auf unser Gemüt.
Aber es gab auch schöne Tage,
der goldene Herbst war da, keine Frage.
Als die bunten Blätter
noch an den Bäumen hingen
und wir alle samt
durch den Wald spazieren gingen.
Die Vögel zwitschern ihr Abschiedslied,
sie steigen auf in Reih und Glied
und ziehen gemeinsam hinauf in den Himmel,
wo sie gleiten wie ein majestätischer Schimmel.
Die Tage sind nun so kurz
wie selten zuvor.
Nun wird es kalt,
oft sitzt man jetzt am warmen Ofenrohr.
Dort erzählt man sich alte Geschichten,
man könnte stundenlang etwas berichten.
Alte, längst vergessene Spiele werden herausgekramt,
mit heißem Tee, Kerzen und Keksen umrahmt,
findet ein unvergessener Spiele-nachmittag statt,
an dem jeder seine Freude hat.
Der Tag verabschiedet sich
und schickt die Sonne unter,
ein letztes Scheit am Lagerfeuer
brennt langsam runter.
Der Wind lässt die Stille knistern,
bei dem Geräusch
hört man nur leises flüstern.
In Gedanken sind wir schon im nächsten Jahr,
wenn dann wiederkommt
die schnatternde Vogelschar.
Mit Freude erwarten wir
jeden neuen Tag,
was er uns wohl alles bringen mag?