Gebete

von Baronin ChristinevonHeyking aus der Kategorie Gedichte zum Nachdenken

Gebete

Auf unseren täglichen Wegen,
bitten wir um Gottes Segen.
In der allergrößten Not,
bitten wir um Licht und Brot.

Aber manchmal still und leise,
fragen wir auf unserer Reise,
wo gehen unsere Bitten hin,
hat das wirklich einen Sinn?

Wir erbitten in der Not,
nicht nur um das tägliche Brot.
Manchmal einem Wunder gleich,
werden wir durch Beten reich.

Aber dann gibt es auch Tage,
Gottes Schweigen wird zur Plage.
Warum hört er nicht mein Flehen,
soll ich andere Wege gehen?

Zweifel ringen, Zweifel nagen,
schwere Wolken auf der Seele plagen.
Dunkel wird’s und gar nicht hell,
wirkt das Beten nicht so schnell?

Wenn ich in der größten Not,
schreie raus aus meinen Boot.
Hilf mir Gott, ich bin so klein,
kann ohne Deine Hilfe nicht mehr sein.

Und der Gedanken schnelle Hast,
lassen uns gar keine Rast.
Wo bist du, oh Gott, so weit,
warum lässt Du dir die Zeit?


Könnte ich Deine Hilfe sehen,
brauchte ich sie nicht zu erflehen.
Doch am Ende in der Not,
stehen der Gedanken Tot.

Und ich sehe wieder Kraft,
Gott, wie hast Du das geschafft.
Manchmal ist`s der Zweifel nur,
der uns bringt aus der Spur.

Gott ist da, so oder so,
suche Ihn nicht anderswo.
Glaubst Du auch, Du seist allein,
er wird immer mit Dir sein.

Er wird sich immer wieder regen,
und Eines ist sicher, das ist sein Segen.

Baronin Christine von Heyking


Kommentare

Es gibt 2 Kommentare zu diesem Gedicht

Tina von Heyking schrieb am 13.10.2009 um 13:55 Uhr folgenden Kommentar:
Hallo Flow. Danke für Deinen schönen Beitrag. Ich habe das Gedicht genauso gemeint, wie Du es beschrieben hast. Also, nochmals vielen Dank. Tina von Heyking


Flow schrieb am 09.10.2009 um 21:14 Uhr folgenden Kommentar:
Du schreibst mir aus der Seele. Zwischen Glauben und Unglauben - zwischen Verstehen und Nichtverstehen - annehmen können und -wollen.

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