Fragen an die Sonne

von Gilbert aus der Kategorie Trauer
und wurde am 22 April 2008 um 14:21:57 eingetragen.

Was scheinst du lieblich und voll Licht,
Himmelskörper hier auf Erden?
Siehst du denn unser Leiden nicht,
das zur Hölle uns will werden?

Wie kann dein gold’nes Angesicht,
der Menschen tiefes Leid erschaun?
Ach, könnt ich doch im Augenblick
auch nur der kleinsten Hoffnung traun.

Was läßt du jene Rose blühn,
die uns den letzten Stich versetzt?
Weshalb die tiefe Lieb erglühn,
wenn sowieso kein Tau sie netzt.

Wie stark ist denn dein Treueschwur,
gehst du doch jede Nacht hinfort.
Uns bleibt allein das Mondlicht nur,
das freundlich scheint am nächtgen Ort.

Dürfen Antwort wir erwarten,
die wir hier so sehnend hoffen?
Nein, du weilst im Himmelsgarten
und die Fragen bleiben offen.

© by Gilbert 2004


Kommentare

Es gibt 2 Kommentare zu diesem Gedicht

Gilbert Ahlers schrieb am 11.04.2011 um 13:42 Uhr folgenden Kommentar:
Hallo Leo, vielen Dank für deinen Komm. Ich freue mich sehr über dein Lob. Das befleißigt mich, immer weiter zu machen. LG vom Gilbert


LeoL schrieb am 10.04.2011 um 22:18 Uhr folgenden Kommentar:
Richtig gute Idee, dass mit den Fragen. Die Reime passen perfekt und jede Strophe ergibt einen sinnvollen Zusammenhang. Super Abschluss "...und die Fragen bleiben offen." Einfach nur: "GEILES GEDICHT!"

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu schreiben.