Fluch und Segen der Monogamie
von Peddagog aus der Kategorie Leben Lebenserfahrung
und wurde am 15.01.2012 um 18:27:00 eingetragen.
Nach 25 Jahren Ehe
Und Sex stets mit der gleichen Frau,
Sind, wie ich's wende oder drehe,
Die heißen Triebe nur noch lau.
Man sehnt sich dann nach einer Neuen,
Doch hat man Angst und ist bequem,
Man wird es später doch bereuen,
Und so wie's ist, ist's angenehm.
Der Sex ist nun wie Fahrstuhl fahren,
Man drückt den Knopf ganz ungeniert,
Wie tausend Mal in all den Jahren,
Das haut nicht um, doch funktioniert.
Auch wenn die Gattin fade schmeckt,
Zeigen sich Ehemänner taktisch,
Sie trinken Wasser anstatt Sekt,
Das ist nicht prickelnd, aber praktisch.
P.S. Der Vergleich zwischen Sex in der Ehe und Fahrstuhl fahren stammt von Nick Hornby aus seinem Roman "How to be good".
Peddagog, 15.01.2012
Kommentare
Es gibt 2 Kommentare zu diesem Gedicht
Peddagog schrieb am 16.01.2012 um 13:26 Uhr folgenden Kommentar:
Hallo Chris,
Ja! Es soll mir keiner erzählen, dass es nach 25 Jahren noch so ist wie im ersten. Das ist wahrscheinlich auch gut so, denn das wäre zu stressig und hormonell gar nicht zu ertragen. Sicher möchte man das Prickeln mal wieder spüren, aber die Sicherheit und das Vertrauen ersetzt es und ist auch schön. Um im Bild zu bleiben: ein Karussell oder Katapult ist sicher mal ganz toll, doch ein Fahrstuhl, der einen langsam, verlässlich und sicher dahin bringt, wo man hin möchte, ist auch nicht schlecht, oder? Daher: Segen UND Fluch.
Es grüßt dich ganz lieb Peter.
chris1 schrieb am 15.01.2012 um 19:44 Uhr folgenden Kommentar:
ich bin hier am schmunzeln
und stirne runzeln
so so
die ehefrau schmeckt fade
lgr.chris