Fettweg

von H.T. aus der Kategorie Lustige Gedichte
und wurde am 03.06.2010 um 20:41:00 eingetragen.

Immer fleißig, immer munter
rennst du die Treppen rauf und runter.
Trainierst dir weg den Winterspeck,
doch so schnell kriegt man sein Fett nicht weg.

Bist eine Stunde schon gelaufen.
Ach es ist zum Haare raufen.
Es wabbelt dort und schlackert hier,
aus Frust trinkst du erstmal ein Bier.

Rennst weiter nun durch Parks und Flur.
Die Pölsterchen sind dennoch stur.
Du läufst nun auch durch diese Gassen,
wo Güter sich verkaufen lassen.

Beim Fleischer Schlacke bleibst du stehn,
du willst ja nur durchs Fenster sehn.
Da hängen Würste und auch Schinken,
doch leider musst du weiter hinken.

Beim Bäcker Brösel, “ach du Schreck”,
der ganze Kuchen ist schon weg.
Es riecht so lecker, du kriegst Knast,
weil du noch nichts gegessen hast.

Der Magen leer, der Gang wird schwer.
Wo bekommt man was zum mampfen her?
Du läufst zurück, wirst plötzlich schneller,
sehnst dich nach nem vollen Suppenteller.

Die Treppe hoch, die Wohnung auf,
springst nun auf deine Waage drauf.
Dich trifft der Schlag, “was für ein Graus”,
es sieht ja noch wie vorher aus.

Der Schreck kriecht nun in alle Glieder,
du schwörst, “ich renne niemals wieder”.
Der Kühlschrank wartet “oh wie toll”.
Er ist ja immer übervoll.

Jetzt wird gegessen und fühlst dich wohl,
der Magen klingt auch nicht mehr hohl.
Das Abnehmen stets sehr gut durchdacht,
sonst hat man es umsonst gemacht.


Kommentare

Es gibt einen Kommentar zu diesem Gedicht

Pekedilly schrieb am 04.06.2010 um 13:28 Uhr folgenden Kommentar:
Sehr schön^^

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu schreiben.