Es legen sich Falten auf mein Gesicht
von Joneda aus der Kategorie Gedichte zu Anlässen
und wurde am 21.01.2012 um 20:37:00 eingetragen.
Es legen sich Falten auf mein Gesicht,
ob das alles hier so richtig ist,
ob es nicht einen besseren Weg gäbe,
das alles, ich weiß es, liegt in meiner Nähe.
Der Sturm, der dort draußen tobt,
die Wahrheit, ein ungeschminkter Philosoph,
oder die Nähe, die Hand, die zu jemand reicht,
der Weg, der dort führt und uns alle angleicht.
Ich frage mich, ob das alles hier so richtig ist.
Ist es nicht viel mehr eine Flucht
und jedes Gedicht nur ein innerer Versuch,
ich werde es wohl herausfinden müssen,
ja, das alles will ich wirklich wissen.
Vielleicht, weil es der beste Weg ist,
vielleicht weil es das ehrlichste Gesicht trägt,
vielleicht weil ein Rosengarten auch aus Dornen besteht
und das Leben nicht immer glatt läuft und geht.
Ich werde mir einfach wieder vertrauen müssen,
den Vorhang aufreißen und die helle Welt küssen,
mich hingeben und bei Bedarf zurückziehen,
aber nie wieder, nie wieder wirklich fliehen.
Es hat keinen Sinn, man kommt wirklich nirgends hin,
immer stößt man an seine Mauern und da laueren
die alten Gesichter, dieselben Truglichter,
als ob sie einen verfolgen, was sie wohl auch sollten.
Ich frage mich, ob das alle hier so richtig ist
und ich denke, für mich ist es das nicht... mehr,
denn irgendwann ist man so entsetzlich leer
und all das was vorher war gibt nichts mehr her.
Alles wartet nur auf den ersten Schritt
und ich gehe ihn und ich schreite ihn
und mein Körper, er geht ihn mit.
Kommentare
Es gibt 2 Kommentare zu diesem Gedicht
Joneda schrieb am 23.01.2012 um 08:33 Uhr folgenden Kommentar:
Hallo Irene,
hba Dank für Deinen Komm
und viel Spaß hier im Baum
Irene Kathleen schrieb am 22.01.2012 um 12:28 Uhr folgenden Kommentar:
Hey, das klingt nach Aufbruch. Gratulation. Mutig und richtig. So empfind ich das was Du schreibst und ich freu mich auf Texte nach Deinem Aufbruch :)
Eine Stelle find ich zu unrund bzw. gramatikalisch schief: \"die zu jemand reicht, der Weg, der dort führt und uns alle angleicht.\" Der lohnt sich vielleicht nachzufeilen.