Entschleunigung
von Peddagog aus der Kategorie Gesellschaftskritisches
und wurde am 18.11.2010 um 08:40:00 eingetragen.
Jeder rennt für sich alleine,
Müßiggänge gibt es keine,
Zwischenmenschlichkeit - debil.
Kaltes Licht scheint immer greller,
Menschen gehen immer schneller*,
Kommen dennoch nicht ans Ziel.
Im Internet die Welt besehn,
Brauchst gar nicht aus dem Haus zu gehn,
Bilder ziehn uns in den Bann.
Entschnellt euch - lasst fünf gerade sein,
Und schaltet das Gehirn dann ein,
Denn so kommt man echt voran.
*P.S. In der Tat hat Richard Wiseman,
Psychologieprofessor an der University of Hertfordshire,
die Gehgeschwindigkeit von Fußgängern, insbesondere in Städten,
als Indikator für den Lebensrhythmus der Menschen,
gemessen und festgestellt, dass sich diese
allein in den letzten 10 Jahren um ca. 10 %
signifikant erhöht hat.
Er führt dies auf technische Erneuerungen
wie das Internet und Handy zurück.
Durch die immer schnellere Informationsflut wächst der Druck,
mehr in derselben Zeit machen zu müssen.
(C) Peddagog, im November 2010
Kommentare
Es gibt 3 Kommentare zu diesem Gedicht
fanny schrieb am 18.11.2010 um 16:51 Uhr folgenden Kommentar:
vielleicht magst du ja auch meine gedichte
würde mich freuen über ein feedback, das hilft immer weiter
lgr. fanny
Peddagog schrieb am 18.11.2010 um 10:40 Uhr folgenden Kommentar:
Hallo fanny,
Ja, das war ja auch intendiert, dass man nachdenkt. Als ich über diese Untersuchung der Gehgeschwindigkeit von Prof. Wiseman las, kam ich auch ins Grübeln, und das Resultat siehst du oben. Danke für deinen Kommi. Übrigens: ich denke, dass man bei den meisten meiner Gedichte ins Nachdenken kommen soll. Schau doch mal rein, denn Denken ist gut - wie gesagt: "Gehirn einschalten."
Es grüßt dich der Peddagog
fanny schrieb am 18.11.2010 um 09:45 Uhr folgenden Kommentar:
deine zeilen
lassen mich echt nachdenken
lieber peddagog
lgr. fanny