Einsames Kind...

von angino aus der Kategorie Gedichte zum Nachdenken
und wurde am 22.01.2012 um 16:26:00 eingetragen.




Langsam schiebt sich der Tag vor die Nacht,
der Himmel zeigt sein Gesicht,
lässt Mensch, Tier und Blumen erwachen,
die Sonne uns Licht verspricht.

Nur am Strassenrand einsam ein Kind,
mit traurigem Blicke, gesenktem Haupt,
schütter sein braungelockter Schopf,
auf kaltem Boden, das Haar verstaubt...

Durchgefroren von kalter Nacht,
die Kleidung feucht vom Morgentau,
schiebt vor sich eine grosse Last,
in dieser Welt so rauh.

Dieses Kind ich nicht vergesse,
seh das Gesichtchen vor mir,
auch wenn es mir dann zugelächelt,
seh ich den Kummer in dir...

Die Kraft der Sonne erblasst,
der kalte Mond erleuchtet dich,
es sind die Wächter der dunklen Macht,
dein Antlitz stolz und so zerbrechlich...

Ich schau zurück, seh dich nicht mehr,
doch dein Bild noch eingefangen,
du hattest mir ein Lächeln gezaubert,
und bist deinen Weg gegangen...

Wo gingst du hin als die Nacht einbrach,
fortgeflogen wie ein Schmetterling,
wo ist die Mutter, die deinen Kummer nahm,
die dich liebevoll im Schlafe singt...


Kommentare

Es gibt einen Kommentar zu diesem Gedicht

odin schrieb am 01.02.2012 um 11:59 Uhr folgenden Kommentar:
einfach wunderschön geschrieben, glg odin

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