Ein Haus
von Chaosträumerin aus der Kategorie Sonstige Gedichte
Ein Haus liegt da am Morgen,
die Sonne steht gerad auf.
Alt sind seine Mauern,
knarrend öffnet sich die Tür.
Auf und zu schlägt sie mit dem Wind,
wie durch Geisterhand bewegt.
Lüfte pfeifen durch gebrochene Scheiben,
rein und raus.
Ein Haus liegt da am Mittag,
Spinnen weben ihre Netze,
am Treppengeländer überall.
Die Bodenbretter quietschen schon,
wenn eine kleine Maus hinüber flitzt.
Der Schornstein ist auch schon kaputt,
nur noch wenig ist zusehen.
Ein Haus liegt da am Abend,
das Dach ist schon halb abgedeckt,
es regnet leise hinein.
Die Läden der Fenster- alle hängen sie,
an einem der rostigen Scharniere,
welche suchen diese zu halten.
Auch der Weg,
welcher führt zum Hause,
ist brüchig und vom Moos überwuchert,
oder vom Unkraut zerfressen.
Ein Haus liegt da in der Nacht,
als ein neuer Tag brach an,
ging das Haus- es stürzte ein,
mit dem kommen eines neuen Morgens.
Vielleicht würde es noch stehen,
wenn jemand gekommen wäre
und es wieder zu dem gemacht hätte,
was es vor langer Zeit mal war. Ein Haus