Dunkel und leer

von Francine Siderrand aus der Kategorie Gedichte über Menschen

In meinem Leben ist schon vieles schief gelaufen
Jeden Tag musste ich mich neu zusammenraufen
Von der Liebe kenne bis heute ich nur die hassende Seite
Vielleicht ist es schon zu spät, denn ich suche vor ihr das Weite
Habe kein Vertrauen mehr, weder in mich noch in die Welt
Und wenn ich fallen würde, wäre niemand da der mich hält

Ich bin nicht ich, konnte es nie sein.
Es ist kompliziert, doch nach außen bin ich nur Schein.
Eine Fassade, die mich vor den anderen schützt.
Wer hat damals mit mir zusammen gekämpft, meine Träume unterstützt?
Genau genommen ist mein Leben eine einzige Lüge
Zwar erwarten die anderen nicht, dass ich sie betrüge
Doch sie gaben mir keine Chance und so hatte ich keine Wahl
Verstellte mich immer wieder, ein ums andere mal

Habe mich immer bemüht mein Bestes zu geben
Bereitwillig opferte ich dafür mein Leben
Doch egal was ich tat, immer war es falsch und niemals richtig
Was ich wollte war sowieso nicht wichtig

Mein Ziel war es immer durchzuhalten, alles bis zum Ende zu überstehen,
Um dann eines Tages einfach zu gehen

Zwar ist es jetzt schon besser als es früher einmal war
Doch ich kann es nicht vergessen, die Erinnerungen sind ewig da.
Sie bereiten mir auch heute noch so einige Schmerzen.

Dunkel und leer – so sieht es aus in meinem Herzen.


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