Die Tropfsteinhöhle
von Bernd Rosarius aus der Kategorie Sonstige Gedichte
Es tropft und tropft in aller Stille.
Es tropft und tropft auf eine Stelle.
Was im Dunkeln sich vollzieht,
der Mensch im schwachen Lichte sieht.
Und so tret`ich langsam vor,
durch des Berges weites Tor.
In den Höhlen nass und kalt,
ein Echo tausendfach erschallt.
Dann können wir Gebilde sehen,
die hier seit tausend Jahren stehen.
Und wir werden uns bemühen,
um das Spiel der Phantasien.
Dort ein König, dorten Pferde.
Dort ein Schaf in seiner Herde.
Dort ein Schloss, davor ein Teich.
und wer daneben steht zugleich?
Ein Soldat mit dem Gewehr.
Doch es gibt noch vieles mehr.
In der Phantasienwelt,
sind Grenzen nicht dahingestellt.
Die Gebilde sind aus Stein.
Sie wachsen stetig von allein,
weil das lose Wasserkleid,
ertränket hat hier jede Zeit.
Wer stellt diese Welt infrage,
die so nass und unter Tage,
sich vollzieht in der Natur.
Der Mensch indes bleibt Kreatur.
Kommentare
Es gibt 2 Kommentare zu diesem Gedicht
Wort - los schrieb am 24.07.2009 um 20:08 Uhr folgenden Kommentar:
der Malerpoet, ich bin begeistert, wunderschön, lg Wort -los
Camaela schrieb am 23.06.2008 um 15:49 folgenden Kommentar:
Hallo, lieber Bernd,
ein wundervolles Gedicht, welches ich schon mal sehr
gern gelesen habe ;-)
Nur ein Künstler wird diese ganz eigene Welt entdecken können...
alle anderen sehen nur nasse Steine.
Liebe Grüße
von Camaela