Die Traumtänzer

von Jaques Bernard aus der Kategorie Gedichte zum Nachdenken
und wurde am 24.03.2011 um 16:54:00 eingetragen.

Oft verschlafen und in Gedanken
Abwesend und fast verblasst
Enthält sich jedem Kummer und Zanken
Denn er selbst scheint nicht mehr als ein Gast.

Er ist zwar vorhanden
Das aber nur weil er muss
Er hat´s nie verstanden
Dieses Sein im Nicht-Sein für ihn nichts als Stuss.

Und so erträgt er es Tag für Tag
Auch wenn er zum Teufel nicht mehr mag
Denn kommt mit der Nacht
Seine Zeit, das was ihn glücklich macht.

Ja man hält ihn schier für paranoid
Nur weil er lebt, wie er leben will
Auf seiner Stirn scheint geschrieben Suizid.

Aber ist es denn Verboten
Als Träumer zu leben?
Bei all dem Hass der auf dieser Welt geboten.

Beginnt man darüber zu richten
Erfindet man schlußendlich nur Geschichten
Denn selbst Fanatiker des Realismus sind dem Traume nah
Ein Meer aus vielen Seelen, in welchem einst noch so viel Leben war.

Doch jetzt nicht mehr als scharfe Blicke
Erlaubt man sich zu träumen
So wünschen, wir die Traumtänzer,die alles scheinen zu versäumen
Jedem Einzelnen der uns begaffe, dass er seinem Neid ersticke.



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