Die Trauer

von Joneda aus der Kategorie Liebesgedichte
und wurde am 02.10.2011 um 09:07:00 eingetragen.




Die Trauer hält mich fest in ihren Schwingen,
ich kann ihr nirgendwo entrinnen.
Sie fliegt mit mir durch Feld und Wälder,
die Augen feucht, die Seele älter.

Ich kann nicht mehr die Flügel schlagen,
das ganze Ungemach will mich nun haben.
Verschlingt die Nacht des Tages Strahlen,
- wo geht es weiter - , blind am Fragen.

Doch Wege sind und wollen werden,
ich will mich erden, erden, erden.

Ich such die Blätter in den Zweigen,
wie sie zu Boden langsam gleiten.

Das rote Feuer und das braune,
die gelbe Flamme, das Geraune
des Windes durch der Stämme Gassen,
ich kann es fühlen, riechen, fassen.

Ich kann es sehen und erleben,
ich kann den Weg nun weitergehen,
ich kann so vieles, wenn ich will,
die Schwingen schlagen, schweben still.

Die Trauer, ja, sie ist auf Wegen,
doch auch die Freude, Glück am Leben,
das Sein und Werden und Vergehen
und nun will ich, will weitergehen


Kommentare

Es gibt einen Kommentar zu diesem Gedicht

Claudia Embacher schrieb am 02.10.2011 um 12:46 Uhr folgenden Kommentar:
Ein sehr gefühlvolles Gedicht! Man kann es "sehen", was Du beschreibst, und was Du fühlst...bleib' dran...mach weiter, lieber Gruß....

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